Eine am 16. Juli 2026 in Science veröffentlichte Studie berichtet, dass die gezielte Ausschaltung des Rezeptors EP2 in gewebeständigen Makrophagen die Beseitigung seneszenter Neutrophiler bei alten Mäusen verbesserte. Als Zielzellen identifizierte das Forschungsteam seneszente CXCR4-positive Neutrophile. Die Studie in Science
Was die EP2-Reduktion bei alten Mäusen veränderte
Die gezielte EP2-Deletion in gewebeständigen Makrophagen stellte deren mitochondriale Fitness und das Immungleichgewicht wieder her. Außerdem verschob sie kognitiven Abbau, Gebrechlichkeit, Sarkopenie, Fettansammlung und Herzfunktionsstörungen in Richtung jüngerer Zustände. Das sind Ergebnisse aus der Forschung an alten Mäusen.
Welche Zellen im Mittelpunkt stehen
Gewebeständige Makrophagen sind langlebige Immunzellen, die unter anderem andere Zellen aufnehmen und beseitigen. Dieser Vorgang heißt Efferzytose. Die Studie untersuchte dabei nicht seneszente Zellen allgemein, sondern seneszente CXCR4-positive Neutrophile als wichtige Zielzellen.
Wie EP2 die Zellaufnahme beeinträchtigt
EP2 ist ein Rezeptor für Prostaglandin E2 (PGE2). Die Studie berichtet, dass EP2-Signale die integrinabhängige Stabilisierung seneszenter Neutrophiler an gewebeständigen Makrophagen schwächten. Integrine helfen dabei, die Zellen aneinander zu verankern. Ist diese Stabilisierung beeinträchtigt, erschwert das den anschließenden Schritt: die Aufnahme der Neutrophilen durch die Makrophagen.
In Ex-vivo-Tests zur Efferzytose ließ sich die Beseitigung durch eine pharmakologische Blockade von EP2 ebenfalls wiederherstellen.
Was menschliche Gewebedaten zeigen
Analysen menschlicher Leber- und Herzdaten zeigten altersbezogene Muster: mehr EP2 in gewebeständigen Makrophagen, eine Anreicherung seneszenter Neutrophiler und weniger Kontakte zwischen beiden Zelltypen. Diese Gewebeanalysen sind keine klinischen Behandlungsergebnisse.