Der Intel 8088-Prozessor kam 1979 mit nur 29.000 Transistoren auf den Markt. Heute zählen wir sie in Milliarden. Obwohl wir uns alle einig sind, dass das Mooresches Gesetz an Macht verloren hat, führt die Tatsache, dass sich die Zahl der Transistoren alle 18–24 Monate verdoppelt, zu einer erschreckenden Zahl. Wenn wir versuchen, es mit etwas zu vergleichen, kommt uns zuerst die Weltbevölkerung der Ameisen in den Sinn, aber die Präsenz unserer „Silizium-Krabbeltiere“ ist viel, viel umfangreicher…
Der erste Vergleich zwischen Transistoren und Ameisen geht auf September 1997 zurück und wurde von niemand Geringerem als Gordon Moore auf dem Intel Developer Forum durchgeführt. Dort zitierte er E. O. Wilson, einen auf Ameisen spezialisierten Biologen der Harvard University, der die weltweite Ameisenpopulation auf 10^16 bis 10^17 Individuen geschätzt hatte.
1997 erreichte Intel eine Produktionsmarke von 10^17 Transistoren pro Jahr, also etwa einen Transistor pro Ameise. Im folgenden Jahr stieg das Verhältnis auf 1,8 Transistoren pro Ameise und ist seitdem stetig gewachsen.
Anzahl der Transistoren pro Ameise
Wie stehen die Zahlen heute? Genau genommen haben wir kein Update für 2022, aber 2015 berechnete Kent Richardson stolze 972 Transistoren pro Ameise pro Jahr.
Wie kam er darauf? Nun, Moore selbst sagte, dass die Transistorproduktion 1997 bei 10^17 lag, mit einem Verhältnis von 1 zu 1. Wenn wir die Zahl der Transistoren alle 24 Monate über die nächsten 18 Jahre verdoppeln, beträgt das Verhältnis 512 zu 1.
Allerdings berücksichtigt das Mooresche Gesetz nicht das natürliche Wachstum in der Verteilung von Halbleitern oder der Industrie selbst. Richardson setzt ein vernünftiges jährliches Wachstum von 5 Prozent an, das über 18 Jahre ein Wachstum von 240 Prozent ergibt und nach Anpassung an eine Inflation von 50 Prozent auf 190 Prozent sinkt.
Ein kritisches Detail des Mooreschen Gesetzes ist, dass sich die Transistoren alle 24 Monate verdoppeln, aber der Preis gleich bleibt. Daher ergeben 512 Transistoren mit einem Wachstum von 190 Prozent knapp über 972 Transistoren pro Ameise. Im besten Fall sind das 100 Billionen Transistoren (unsere Billionen).
Natürlich ist das eine Bierdeckelrechnung. Zunächst müssten wir die Weltbevölkerung der Ameisen viel genauer bestimmen, und zweitens alle Variablen des Computermarktes berücksichtigen, einschließlich IoT, Sicherheit und Mobilgeräte.