Zwei Tests mit externen DLSS-5-Verfahren zeigen in 007 First Light einen heftigen Leistungseinbruch: In 4K mit Pfadverfolgung fielen die Messwerte auf einer RTX 5090 je nach Szene auf 18 bis 25 FPS. Ein separater Test mit einer RTX 5080 kam unter eigenen Bedingungen auf 20 bis 28 FPS. Dabei handelt es sich um nachträgliche Verarbeitung über externe Tools – nicht um eine native DLSS-5-Funktion des Spiels.
Der offizielle Ausgangspunkt: DLSS 4.5
NVIDIA führt für 007 First Light offiziell DLSS 4.5 Super Resolution und Dynamic Multi Frame Generation auf. Die beiden DLSS-5-Versuche nutzten dagegen externe Verarbeitung: Im RTX-5090-Test kam NeuralScreen 1.4.0 zum Einsatz, während der RTX-5080-Test den DLSS eXtended Loader verwendete.
Das ist ein entscheidender Unterschied. Die Tools greifen in das bereits gerenderte Bild ein, statt als native Integration in der Glacier Engine zu arbeiten. Die gemessenen Werte beschreiben deshalb die jeweiligen Testsysteme, Szenen und Einstellungen – keine allgemeine FPS-Prognose für andere Grafikkarten oder Spielbereiche.
Ein Benchmark mit offizieller Pfadverfolgung zeigt bereits, warum zusätzliche Verarbeitung hier besonders teuer wird: Auf einer RTX 5080 sank die Bildrate bei aktiviertem Pfadverfolgungsmodus in 4K deutlich gegenüber der Darstellung ohne diesen Modus. DLSS 4.5 und Bildgenerierung waren dabei Teil der offiziellen Konfiguration.
Was die beiden externen Tests gemessen haben
Der detailliertere RTX-5090-Vergleich lief in 4K mit Pfadverfolgung und DLSS 4.5 im Leistungsmodus. Die externe Verarbeitung veränderte die Werte in drei Szenen deutlich:
| Testszene | Referenz mit DLSS 4.5 | Mit externer DLSS-5-Verarbeitung |
| Hotellobby | 47 FPS | 18 FPS |
| Nachtclub | 73–76 FPS | 25 FPS |
| Wald- beziehungsweise Außenbereich | 57–73 FPS | 18 FPS |
Im separaten RTX-5080-Test wurden bei 4K mit Pfadverfolgung, DLSS im Leistungsmodus und dem Standardprofil des DLSS eXtended Loader 20 bis 28 FPS gemessen. Weil GPU, Tool, System und Szenen voneinander abwichen, lassen sich die beiden Zahlenreihen nicht als direkter Leistungsvergleich zwischen RTX 5090 und RTX 5080 lesen.
Der RTX-5090-Test meldete außerdem eine GPU-Auslastung von 99 Prozent, eine Platinenleistung von 475 bis 580 W, 68 bis 78 °C GPU-Temperatur und mehr als 18 GB belegten Videospeicher. Diese Werte gehören zu genau diesem Versuch.
Warum Pfadverfolgung den Unterschied verschärft
Pfadverfolgung berechnet Lichtwege besonders umfassend und belastet die GPU bereits ohne eine zusätzliche Verarbeitungsschicht stark. Die Tests legten anschließend noch eine externe neuronale Bildverarbeitung über das Ergebnis. Als mögliche Erklärung für den zusätzlichen Aufwand wurde die erneute Verarbeitung des Bildpuffers genannt; eine unabhängige Profiling-Messung des Engpasses liegt nicht vor.
Praktisch bedeutet das: Die Technik nimmt in diesen Versuchen nicht einfach Arbeit von der GPU weg. Unter den getesteten Bedingungen kam weitere Rechenlast hinzu, während die Pfadverfolgung weiter aktiv war. Eine native Einbindung in die Engine könnte diesen Zusatzaufwand reduzieren, ist für die hier getestete Konfiguration aber nicht vorhanden.
Bildqualität gegen flüssige Darstellung
Die visuelle Bilanz fällt differenzierter aus als die FPS-Zahlen. In den Vergleichen lieferte Pfadverfolgung zusammen mit der externen DLSS-5-Verarbeitung das überzeugendste Gesamtbild. Gegenüber DLSS 5 allein wurde Pfadverfolgung jedoch bei Beleuchtung, Schatten, Reflexionen und der Kohärenz der Szene bevorzugt.
Das Bild macht den visuellen Vergleich der beiden Darstellungen nachvollziehbar, enthält aber keine FPS-Anzeige. Die höhere Bildqualität kommt also nicht automatisch mit einer flüssigeren Darstellung – bei 18 bis 25 FPS wird der Preis im Spielbetrieb schnell sichtbar.
Welche Einstellung auf der RTX 5080 praktikabler war
Im RTX-5080-Test waren 1080p mit DLSS Qualität nötig, um mindestens 40 FPS zu erreichen. Eine weitere Möglichkeit war eine Render-Skalierung von 50 Prozent bei 1440p, allerdings mit sichtbar niedrigerer Bildqualität.
Damit gibt es für dieses Experiment keinen universell besten DLSS-Modus. Wer die externe Verarbeitung ausprobiert, muss zwischen Auflösung, Bildqualität und Bildrate abwägen. Die veröffentlichten Ergebnisse reichen dabei nur für die getestete RTX 5090 und RTX 5080 unter den jeweils genannten Bedingungen.