Airbus teilte am 27. Oktober 2026 mit, dass die Europäische Weltraumorganisation ESA dem Unternehmen den Bau von zwei weiteren Satelliten für Galileo Second Generation (G2) übertragen hat. Airbus hatte bereits sechs G2-Satelliten im Auftrag. Zusammen umfasst die Bestellung bei Airbus damit acht Satelliten.

Die ESA handelte bei der Vergabe im Auftrag der EU-Agentur für das Weltraumprogramm (EUSPA), auf Grundlage einer Delegation der Europäischen Kommission.

Welche Technik Galileo G2 erhalten soll

Airbus zufolge werden die G2-Satelliten leistungsstärkere Navigationsantennen und vollständig digitale Nutzlasten erhalten, die sich im Orbit umkonfigurieren lassen. So soll Galileo auf veränderte Anforderungen mit neuen Signalen und Diensten reagieren können. Vorgesehen sind außerdem eine verbesserte Konfiguration der Atomuhren, Verbindungen zwischen den Satelliten für Kommunikation und Datenabgleich sowie Schutz vor Störsignalen und manipulierten Navigationssignalen.

Die ESA beschreibt elektrische Triebwerke für den Wechsel vom Startorbit in den Betriebsorbit. Sie ermöglichen demnach auch, trotz der höheren Masse zwei Satelliten gemeinsam zu starten. Verbindungen zwischen Satelliten können laut ESA Leistungsprüfungen erleichtern und die Abhängigkeit von Bodenstationen verringern.

Airbus gibt die Masse jedes G2-Satelliten mit mehr als zwei Tonnen und die vorgesehene Betriebsdauer im Orbit mit 15 Jahren an. Für Fertigung, Integration und Tests nennt das Unternehmen die Standorte Backnang, Friedrichshafen, Getafe, Ottobrunn und Toulouse.

Was die ursprünglichen G2-Verträge umfassten

Die ursprüngliche G2-Beschaffung bestand laut ESA aus zwei Verträgen über insgesamt 12 Satelliten aus den Lieferantenfamilien Airbus und Thales Alenia Space. Ihr gemeinsamer Wert betrug 1,47 Milliarden Euro.