Anthropic bestätigte am 30. Oktober 2026, dass der Prompt von Claude Code für Opus 5.5 um zwei Sätze ergänzt wurde. Die Vorgabe soll das Modell davon abhalten, ein bestimmtes bestehendes Spiel nachzubilden. Eigene Spiele, Genreprojekte und Arbeiten mit eigenen Entwürfen und Assets sollen weiterhin möglich sein, erklärte Addy Osmani von Anthropic.
Welche Spielprojekte die Vorgabe vorsieht
Die Anweisung zielt auf die Nachbildung eines konkreten bestehenden Spiels. Als weiterhin vorgesehene Projekte nannte Osmani originäre Spiele, Spiele innerhalb eines Genres sowie Vorhaben auf Basis eigener Entwürfe und Assets. Das ist der erklärte Umfang der Vorgabe für Claude Code mit Opus 5.5.
Der X-Nutzer Chasm teilte den Wortlaut der Anweisung:
Was Ray Weiss über Ablehnungen bei Kundenprojekten berichtete
Ray Weiss von Conflict Simulations LLC schilderte in einem GitHub-Issue, dass seine Arbeit an beauftragten digitalen Modulen für Brett-Wargames zunächst weiterlief. Erst nachdem er Claude gebeten hatte, zu beurteilen, ob die neue Vorgabe auf das Projekt zutreffe, habe er Ablehnungen erhalten. Diese seien auch in Sitzungen mit denselben Repositories aufgetreten.
Weiss beschrieb die Aufträge als Arbeit für einzelne Kunden, denen die Spiele gehörten und die Materialien bereitgestellt hatten. Er korrigierte am 30. Oktober eine frühere Beschreibung: Die Module seien nicht vom Spieleverlag lizenziert gewesen, der Code sei von Grund auf geschrieben worden und die Ergebnisse seien weder öffentlich verkauft noch verbreitet worden.
Was Weiss über den Kontakt mit dem Support sagte
Weiss zufolge teilte ihm ein Support-Bot mit, dass es für kommerzielle Projekte keinen Prüfungs- oder Ausnahmeweg gebe. Er schrieb außerdem, seine zwei Support-Tickets seien an menschliche Teams weitergeleitet worden, eines davon an ein Spezialteam ohne genannten Zeitplan. Im GitHub-Eintrag war die Meldung am 2. November 2026 als offen geführt.