Ein Bericht vom 8. Oktober 2026 zufolge bereitet die Trump-Regierung eine weitere Runde von US-Chipzöllen vor. Ausnahmen könnten dabei an Produktionskapazitäten in den USA geknüpft werden – was den Investitionsdruck auf Samsung Electronics und SK hynix erhöhen könnte.

Was die gemeldete Zollrunde für koreanische Hersteller bedeutet

Englischsprachiger Beitrag zu Howard Lutnicks Aussage, die US-Regierung arbeite an einem Rahmen für Chipzölle

Dem Bericht zufolge baut Samsung Electronics eine Produktionsstätte in Texas, SK hynix errichtet eine in Indiana. Beide Unternehmen werden im Zusammenhang mit dem möglichen Druck zu weiteren Investitionen in den USA genannt.

NeoTeo berichtete bereits, dass SK hynix und Intel Berichten zufolge eine mögliche Speicherchipfertigung in den USA ausloten.

Die berichteten Quoten im Taiwan-Modell

Für das Taiwan-Modell nennt der Bericht zollfreie Einfuhren bis zum 2,5-Fachen der neuen US-Produktionskapazität, solange die Anlagen im Bau sind. Nach ihrer Fertigstellung sollen bis zum 1,5-Fachen dieser Kapazität zollfrei eingeführt werden können. Die Zahlen beziehen sich auf das beschriebene Taiwan-Modell.

Bei einer solchen Regelung könnte die US-Produktionskapazität mitbestimmen, in welchem Umfang Unternehmen zollfrei in die Vereinigten Staaten liefern dürfen.

Der geltende US-Zoll betrifft bestimmte Rechenchips

Eine andere Regelung gilt bereits: Donald Trump unterzeichnete am 14. Januar 2026 eine Section-232-Proklamation, die ab dem 15. Januar einen Zoll von 25 Prozent des Warenwerts auf bestimmte fortgeschrittene Rechenchips und bestimmte Folgeprodukte festlegt.

Die Proklamation nimmt unter anderem Chips für US-Rechenzentren, Forschung und Entwicklung in den USA, Start-ups, Verbraucheranwendungen außerhalb von Rechenzentren, bestimmte zivile Industrieanwendungen sowie öffentliche Anwendungen aus. Auch Reparaturen und Ersatz in den USA sind aufgeführt; der Handelsminister kann weitere Verwendungszwecke als ausgenommen einstufen.

Die Proklamation hält außerdem fest, dass die USA rund ein Viertel der weltweiten Halbleiter verbrauchen und etwa 10 Prozent ihres eigenen Bedarfs vollständig im Inland herstellen.