Die Ende Oktober 2026 berichteten Ergebnisse zeigten ein unterschiedliches Bild: Amazon, Alphabet und Meta meldeten negative Free Cashflows, Microsoft einen positiven. Zugleich summierten sich die für 2026 geplanten Investitionsausgaben von vier Konzernen auf mehr als 740 Milliarden US-Dollar. Eine separate Bloomberg-Auswertung bezifferte künftige Verpflichtungen von fünf Unternehmen auf mehr als 3 Billionen US-Dollar.

Was die Cashflow-Zahlen zeigen

El País und TechCrunch berichteten über die folgenden Ergebnisse. Amazons Wert umfasst zwölf Monate; die übrigen Zahlen beziehen sich auf das dritte Quartal 2026.

UnternehmenGemeldeter Free CashflowZeitraum
Amazon−42,4 Mrd. US-DollarZwölf Monate
Alphabet−9,1 Mrd. US-Dollar3. Quartal 2026
Meta−2,12 Mrd. US-Dollar3. Quartal 2026
Microsoft+18,6 Mrd. US-Dollar3. Quartal 2026

Microsoft meldete außerdem 45,2 Milliarden US-Dollar an Investitionen in KI-Infrastruktur und Ausrüstung. Bei Meta überstiegen die Investitionsausgaben im dritten Quartal den operativen Cashflow. Das war laut El País das dritte Quartal in Folge.

Für 2026 stellte Amazon Investitionsausgaben von 220 Milliarden US-Dollar in Aussicht, Alphabet 205 Milliarden. TechCrunch bezifferte die zusammengefassten Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft auf mehr als 740 Milliarden US-Dollar. Diese Unternehmensausgaben sind keine reine KI-Kostenrechnung.

Was die Verpflichtungen von mehr als 3 Billionen US-Dollar umfassen

Bloomberg zählte bei Alphabet, Amazon, Meta, Microsoft und Oracle künftige Ausgabenverpflichtungen von mehr als 3 Billionen US-Dollar. Dazu gehören Leasingverpflichtungen, Gebäude, Energie und Ausrüstung; manche Verpflichtungen reichen über Jahrzehnte. Die Summe ist kein Schuldenstand und erfasst nicht ausschließlich KI-Ausgaben.

Die beiden großen Summen beschreiben unterschiedliche Größen: Die mehr als 740 Milliarden US-Dollar sind Investitionspläne für 2026 von vier Unternehmen. Die mehr als 3 Billionen US-Dollar umfassen Verpflichtungen von fünf Unternehmen mit unterschiedlichen Laufzeiten. Bloomberg zufolge lassen sich die Unternehmensangaben nicht direkt miteinander vergleichen.

Der Ausbau beansprucht auch Ressourcen

In einem Bericht vom Februar 2026 beschrieb Bloomberg den Wettbewerb um Elektriker, Zement-Lkw und moderne Chips sowie den Druck auf die Energieversorgung beim Ausbau von Rechenzentren. Gemeinden sorgten sich demnach um mögliche höhere Strom- und Wasserkosten.

Bloomberg verwies außerdem auf ein mögliches Problem für Wirtschaftsindikatoren: Wenn wenige große Unternehmen besonders viel in den Ausbau investieren, könnten Kennzahlen zu Bau, Bruttoinlandsprodukt, langlebigen Gütern und Beschäftigung verzerrt werden. Dadurch könnte die Gesamtwirtschaft stärker wirken, als sie tatsächlich ist.