Das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) veröffentlichte am 28. September 2026 einen Batterieplan für den Zeitraum 2026 bis 2030. Er verbindet Ziele für neue Batterietechnologien mit Vorgaben zur Sammlung ausgedienter Akkus und Plänen für digitale Batteriedaten. Frühere Regeln zur Rückverfolgbarkeit gelten bereits seit dem 1. April 2026.
Chinas Batterieplan setzt auf Sammlung und Daten
Unternehmen sollen Sammelsysteme für gebrauchte Batterien einrichten, deren Umfang sich an ihren Verkaufszahlen orientiert. Außerdem soll der Ausbau von Recyclingkapazitäten in wichtigen Exportmärkten gefördert werden, sofern die Bedingungen vor Ort es zulassen.
Für Antriebsbatterien von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben (NEV, englisch für „New Energy Vehicle“) sieht der Plan ein digitales Identitätssystem vor. Zudem soll China die Einführung eines international anerkannten Batteriepasses prüfen und die gegenseitige Anerkennung von CO₂-Fußabdruckdaten fördern. Das sind Vorhaben und Prüfaufträge, keine bereits etablierte internationale Passlösung.
Technologieziele reichen bis 2030
Der Plan zielt darauf, bis 2030 erstmals Festkörperbatterien im großen Maßstab einzusetzen. Für langlebige Lithiumbatterien nennt er ein Ziel von 15.000 Lade- und Entladezyklen. Führende Hersteller sollen außerdem Produktfehlerraten im Bereich von Teilen pro Milliarde erreichen.
Daneben setzt der Plan auf ein Batteriesystem, in dem Lithiumbatterien im Zentrum stehen und Natrium- sowie Redox-Flow-Batterien sie ergänzen. Bei Natriumbatterien hebt er Kosten, Sicherheit und die Verfügbarkeit von Rohstoffen hervor; vorgesehen sind unter anderem kältebeständige, energiedichte Antriebsbatterien und langlebige Speicherbatterien.
Frühere Regeln schaffen digitale Rückverfolgbarkeit
Die im Januar 2026 erlassenen Übergangsregeln sind vom neuen Industrieplan getrennt. Seit dem 1. April 2026 erhält jede Antriebsbatterie eines NEV eine digitale Identität; zugleich gilt eine nationale Plattform zur Rückverfolgbarkeit.
Die Regeln sehen außerdem vor, dass die Antriebsbatterie beim Verschrotten im Fahrzeug verbleibt. Fahrzeugmodelle mit Batteriewechsel sind davon ausgenommen.
Mehr als eine Million Tonnen Altbatterien pro Jahr erwartet
Die chinesische Regierung rechnet damit, dass die Menge ausgedienter Batterien bis 2030 jährlich mehr als eine Million Tonnen erreichen könnte. Der Batterieplan setzt mit seinen Sammel- und Recyclingvorhaben an diesem wachsenden Rücklauf an.