Maeil Business Newspaper berichtete am 27. Oktober 2026, Alibaba, Tencent und ByteDance hätten bei Samsung Electronics und SK hynix langfristige Liefervereinbarungen (LTA) für Serverspeicher angefragt. Die Asia Business Daily nannte am 29. Oktober zusätzlich Baidu. Im Mittelpunkt stehen Vorschläge für Lieferungen über mehrere Jahre.
Welche Speicherarten und Laufzeiten sind gemeint?
Berichtet wurden DDR-Speicher für Server und stromsparender LPDDR, darunter DDR5 und LPDDR5X. High Bandwidth Memory (HBM), das vor allem in KI-Beschleunigern zum Einsatz kommt, gehört nicht zu den genannten Produkten.
Eine separate Meldung von Maeil Business Newspaper zufolge bezogen sich die Anfragen auf zusätzliche Mengen über bereits vereinbarte Lieferungen hinaus. Einige Kunden sollen Speicher bis 2035 angefragt haben. Der Bericht beschrieb drei bis fünf Jahre als übliche Laufzeit langfristiger Liefervereinbarungen.
| Liefervereinbarung | Berichtete Laufzeit |
| Anfragen chinesischer Cloud-Anbieter | Bis zu zehn Jahre; einzelne Anfragen bis 2035 |
| Übliche Laufzeit langfristiger Liefervereinbarungen | Drei bis fünf Jahre |
Maeil Business Newspaper führte die Anfragen auf den Ausbau chinesischer KI-Rechenzentren und Schwierigkeiten zurück, über bestehende Bezugswege genügend leistungsfähigen Serverspeicher zu erhalten. Der Bericht verwies außerdem auf US-Exportkontrollen für HBM-Lieferungen von Samsung Electronics und SK hynix nach China.
Was die Schätzung zu Samsungs DRAM-Geschäft aussagt
Kim Dong-won, Forschungschef bei KB Securities, schätzte am 29. Oktober, chinesische Cloud-Anbieter stünden für sieben bis acht Prozent des gesamten DRAM-Umsatzes von Samsung Electronics. Falls langfristige Lieferverträge zustande kämen, könne der Wettbewerb um Speicher die Preise in solchen Vertragsverhandlungen nach oben treiben, sagte Kim. Seine Einschätzung bezog sich auf die Beschaffungskonditionen großer Cloud-Anbieter, nicht auf Ladenpreise für PC-RAM.