Trotz seiner Jahre bleibt die DOOM-Saga eine der großen Perlen der Videospielwelt. Der jüngste Teil war zufriedenstellend und verkaufte sich im vergangenen August über eine Million Mal nur auf dem PC. Doch diesem Reboot ging ein abgebrochenes Spiel, interne Konflikte, Entwicklerwechsel und viele Verzögerungen voraus. Die Noclip-Dokumentation DOOM Resurrected zeigt einen guten Teil dieses Sturms und was von Doom 4 übrig blieb.
Die Geschichte hinter DOOM
Jedes Spiel hat eine Geschichte hinter sich, und ich meine nicht das, was wir darin sehen, sondern die Mühe, das Opfer und die Probleme, mit denen die Schöpfer konfrontiert waren. Aus dieser Sicht verdienen wohl die meisten großen Spiele eine Dokumentation, aber wenn es eine Franchise gibt, die über allem steht, dann ist es DOOM. Die älteren NeoTeo-Leser haben es aus nächster Nähe gesehen: Ein neues Spiel erobert den Markt durch extreme Gewalt, empörte Eltern, Organisationen jeder Art lehnen seinen Inhalt ab, öffentliche Anhörungen, und ein langes Und so weiter. Das erste DOOM hatte zwei offizielle Fortsetzungen mit den entsprechenden Erweiterungen und Sonderausgaben, aber erst in diesem Jahr entschied sich id Software unter dem Dach von Bethesda-Zenimax und ohne seine Masterminds am Steuer, ein Reboot von DOOM zu machen. Diese Dokumentation erzählt den Prozess.
Das Team von DOOM Resurrected
DOOM Resurrected wurde von Noclip erstellt und per Crowdfunding mit Hilfe von 3.460 Personen finanziert. Dieser erste Teil entfernt sich schnell von den klassischen Spielen, um sich auf die wahre kreative Hölle zu konzentrieren, die das neue DOOM durchstehen musste. Die Stimme einiger Veteranen bei id, angefangen bei Kevin Cloud (leitender Künstler von Wolfenstein 3D, Doom und Quake) und Marty Stratton (Direktor von DOOM und Produzent von Rage), bis hin zu Hugo Martin, dem Kreativdirektor, der an Projekten wie Pacific Rim arbeitete. Diese Kombination aus "Klassisch und Neu" ermöglichte es schließlich, den Kurs zu korrigieren, den Doom 4 eingeschlagen hatte (laut Leaks war es fast ein Call of Duty), aber nicht alles, was in dieses abgebrochene Spiel eingeflossen war, wurde verworfen. Tatsächlich stammt das Konzept des "Glory Kill" von dort.
Noclip und die Zukunft
Die Initiative Noclip ist relativ neu, so dass DOOM das zweite Spiel ist, das sie mit ihren Dokumentationen abdeckt (das erste war Rocket League). Der zweite Teil der Dokumentation wird in Kürze veröffentlicht, aber wir erwarten auch zusätzliche Inhalte wie erweiterte Interviews. Nicht verpassen.
(Anm. d. Red.: Echte Untertitel auf Englisch verfügbar oder mit automatischer Übersetzung ins Spanische.)