Am 1. Oktober 2026 brachte die Mitflugmission Transporter-18 die letzten acht Eaglet-II-Satelliten in den Orbit. Damit vervollständigte die Konstellation ihre insgesamt 24 Satelliten; für das italienische Erdbeobachtungsprogramm IRIDE meldete die Europäische Weltraumorganisation ESA nach dem Start insgesamt 39 Satelliten im All. Eine Falcon 9 startete mit der Mission von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien.
Eaglet II erreicht 24 Satelliten
Die acht Raumfahrzeuge vervollständigten die Eaglet-II-Konstellation. Die 39 Satelliten sind dagegen die Gesamtzahl des größeren IRIDE-Programms und nicht die Größe von Eaglet II allein.
Die italienische Regierung initiierte IRIDE; die ESA entwickelt das Programm für die italienische Weltraumagentur ASI. Neben der Erdbeobachtung soll IRIDE italienische öffentliche Dienste, Forschung und wirtschaftliche Entwicklung unterstützen.
Sensoren für Erdbeobachtung und maritime Überwachung
Die Eaglet-II-Satelliten tragen multispektrale Sensoren, die Bilder der Erdoberfläche in mehreren Spektralbereichen aufnehmen, sowie ein Automatic Identification System (AIS). Das AIS unterstützt die maritime Überwachung und Sicherheitsdienste.
Zu den von der ESA genannten Einsatzfeldern für IRIDE gehören die Beobachtung von Bodenbewegungen und Landbedeckung, Waldbränden, Küstenschutz, Luftqualität, Wetter und kritischer Infrastruktur.
Nach dem Start folgt die Inbetriebnahme
OHB Italia entwickelte und testete die Eaglet-II-Satelliten. Einige Stunden nach dem Start empfing das Missionskontrollzentrum des Unternehmens in Rom von jedem Satelliten das erste Kommunikationssignal im Orbit.
Die Übergabe der Satelliten an ASI für den Betrieb ist vorgesehen, sobald sie vollständig in Betrieb genommen sind.