Am 29. September 2026 kündigte die Federal Aviation Administration (FAA) eine ergänzende Umweltverträglichkeitserklärung (Supplemental Environmental Impact Statement, SEIS) für SpaceX’ geplante Starship-Super-Heavy-Einsätze am Space Launch Complex 37 (SLC-37) in Florida an und eröffnete das öffentliche Scoping. Der Vorschlag umfasst pro Jahr bis zu 76 Starts und bis zu 152 Landungen. Für kommerzielle Einsätze am SLC-37 braucht SpaceX zuvor eine Änderung seiner bestehenden Fahrzeugbetreiberlizenz.
Die FAA eröffnet eine ergänzende Umweltprüfung für SLC-37
Die Prüfung betrifft geplante kommerzielle Starts und Landungen von Starship-Super Heavy an der Cape Canaveral Space Force Station. Die FAA erwägt dafür eine Änderung der SpaceX-Lizenz sowie zeitweilige Luftraumsperrungen.
Die vorgeschlagenen Landungen umfassen Rückkehrflüge zum Startplatz und Landungen im Meer. Für die Meereslandungen nennt der Vorschlag den Atlantik, Pazifik und Indischen Ozean sowie den Golf von Amerika.
Was die vorgeschlagenen Jahresobergrenzen umfassen
Die FAA nennt Höchstwerte für den Betrieb, keine Zahl tatsächlich stattfindender Flüge. Die vorgeschlagenen Jahresobergrenzen teilen sich so auf:
| Vorgeschlagener Betrieb | Obergrenze pro Jahr | Aufschlüsselung |
| Starts | bis zu 76 | Starship-Super-Heavy-Starts |
| Landungen insgesamt | bis zu 152 | bis zu 76 Super-Heavy-Booster und bis zu 76 Starship-Raumschiffe |
Prüfung und Lizenzänderung sind getrennte Schritte
Die Ankündigung der Umweltprüfung erteilt SpaceX keine Betriebserlaubnis. Vor kommerziellen Starship-Super-Heavy-Starts und -Landungen am SLC-37 muss die FAA die bestehende Fahrzeugbetreiberlizenz ändern.
Die ergänzende Prüfung soll unter anderem zeitweilige Luftraumsperrungen, Schutzgüter nach Section 4(f) des US-Verkehrsministeriums, ein vorgeschlagenes Ausweichlandegebiet und bestimmte mögliche Flugbahnen für eine Rückkehr zum Startplatz behandeln.
Die FAA ergänzt die Prüfung der Air Force aus dem Jahr 2025
Die FAA knüpft mit der SEIS an eine Umweltverträglichkeitsprüfung des Department of the Air Force (DAF) aus dem Jahr 2025 an. Nach Darstellung der FAA kam die damalige Prüfung bei Umsetzung von Minderungsmaßnahmen und adaptivem Management zu dem Ergebnis, dass außer beim Lärm keine erheblichen Umweltauswirkungen zu erwarten seien.
Die FAA-Prüfung ergänzt die frühere Analyse um Themen wie Luftraumsperrungen und mögliche Rückkehrflugbahnen. Die FAA kündigte außerdem an, später einen Entwurf der SEIS zur öffentlichen Prüfung und Kommentierung vorzulegen.
Frist für Stellungnahmen
Die FAA setzte den 14. Oktober 2026 als Frist für Kommentare zum Umfang und Inhalt der ergänzenden Umweltprüfung.