Früher oder später begegnen wir immer jemandem, der uns sagt, wie wir leben sollen. Das ist unvermeidlich, und ich gebe zu, dass es in manchen Fällen gut gemeint ist. Doch auf der anderen Seite gibt es Menschen, die berechnen, wie oder wann wir sterben werden, und eines der Ergebnisse ist das Gompertz-Makeham-Sterblichkeitsgesetz, das die Sterbewahrscheinlichkeit während unseres gesamten Lebens misst.
Eine genaue Sterblichkeitsrate zu entwickeln ist fast so kompliziert wie der Kampf gegen den Tod selbst. Schließlich kann jede Statistik selbst in den stabilsten und sichersten Regionen der Welt durch außergewöhnliche Ereignisse wie eine Naturkatastrophe oder einen bewaffneten Konflikt über den Haufen geworfen werden. Aber diese Möglichkeiten bringen die Experten nicht dazu, die Flinte ins Korn zu werfen.
Tatsächlich ist es genau umgekehrt, und ihre Bemühungen erstrecken sich über Jahrhunderte. Eines der besten Beispiele ist das sogenannte Gompertz-Makeham-Sterblichkeitsgesetz, das von den englischen Mathematikern William Makeham und Benjamin Gompertz stammt, die beide im 19. Jahrhundert wirkten.
Das Gompertz-Makeham-Sterblichkeitsgesetz
Dieses „Sterbegesetz“ besagt, dass die Sterblichkeitsrate beim Menschen der Summe zweier besonderer Komponenten entspricht, einer altersabhängigen (die Gompertz-Funktion) und einer unabhängigen (der Makeham-Term).
Wenn wir uns eine geschützte Umgebung vorstellen, die die Exposition gegenüber externen Todesursachen minimiert (z. B. ein hochentwickeltes Land mit reichlichem Zugang zu grundlegenden Ressourcen und Gesundheitsdiensten), reduziert sich der Makeham-Term auf fast irrelevante Werte, was die Berechnung auf ein reduziertes „Gompertz-Gesetz“ vereinfacht.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts schlug Gompertz im Grunde vor, dass die Sterblichkeitsrate exponentiell mit dem Alter wächst, und trotz ihres Alters hat sich diese Idee als sehr wirksam erwiesen.
Das Internet ist voll von Diagrammen, die das Gompertz-Makeham-Sterblichkeitsgesetz mit verschiedenen Faktoren darstellen, aber im Allgemeinen finden wir, dass Säuglinge eine ähnliche Sterbewahrscheinlichkeit haben wie ein Mensch im Alter von 50 bis 55 Jahren, die zwischen dem 8. und 12. Lebensjahr schnell auf ihren niedrigsten Punkt fällt.
Das Diagramm erreicht um das 20. Lebensjahr eine gewisse Stabilität, aber ab 30 geht es nur noch nach oben. In der „Gompertz-Version“ sind die Zahlen noch krasser: Deine Sterbewahrscheinlichkeit verdoppelt sich alle acht Jahre.