Google weitet Gmail AI Inbox auf ausgewählte kostenpflichtige Google-Workspace-Tarife aus. Die Ankündigung vom 15. Oktober 2026 gilt für Nutzer in den USA, deren Sprache auf US-Englisch eingestellt ist. Der schrittweise Rollout für Domains mit Rapid Release begann am 12. Oktober; für Scheduled Release ist der Start am 26. Oktober geplant. Google nennt eine Sichtbarkeit von bis zu 15 Tagen nach Beginn des jeweiligen Rollouts.
Zum Rollout gehören Business Starter, Standard und Plus, Enterprise Starter, Standard und Plus, AI Pro for Education sowie Frontline Plus. Die Funktion bündelt wichtige E-Mail-Aufgaben und Themen, aber sie wertet nicht den gesamten Gmail-Posteingang aus.
Welche Nachrichten AI Inbox berücksichtigt
AI Inbox zeigt zwei Bereiche: „Suggested to-dos“ mit wichtigen Aufgaben aus E-Mails und „Topics to catch up on“ mit Zusammenfassungen wichtiger Entwicklungen in Projekten und Themen. Dafür greift die Funktion auf Nachrichten im Tab „Primär“ zu, nicht auf Nachrichten in „Soziale Netzwerke“ oder „Werbung“. Spam sowie archivierte, gelöschte, stummgeschaltete oder zurückgestellte Nachrichten werden herausgefiltert.
Anhänge, freigegebene Postfächer und verschlüsselte E-Mails unterstützt AI Inbox nicht. Google nennt die Bedingungen und Funktionen in der Hilfe zu AI Inbox.
Erste Aufgaben und Themen können bis zu sieben Tage nach Aktivierung der erforderlichen Smart-Funktionen erscheinen. Außerdem können laut Google Vorschläge entstehen und zur Optimierung der Funktion verwendet werden, ohne im AI-Inbox-Bereich aufzutauchen. In der Gmail-Webversion zeigt „Alle ansehen“ sämtliche vorgeschlagenen Aufgaben und Themen.
Was Nutzer und Administratoren steuern können
Nutzer können AI Inbox in den Gmail-Einstellungen ausblenden. Für die Funktion müssen die Smart-Funktionen in Google Workspace und in anderen Google-Produkten aktiviert sein. Die Anzeigeoption und diese Smart-Funktions-Einstellungen sind unterschiedliche Steuerungsmöglichkeiten.
Google bietet Administratoren keine eigene Einstellung, um AI Inbox als einzelne Funktion abzuschalten. Administratoren unterstützter Workspace-Editionen können jedoch Gmail als Quelle für Workspace Intelligence deaktivieren. Das kann dazu führen, dass Nutzer den Zugriff auf AI Inbox verlieren; eine Änderung der Quelleneinstellung kann bis zu 48 Stunden dauern. Es handelt sich um eine Einstellung für Gmail als Quelle, nicht um einen gezielten Schalter für AI Inbox. Google beschreibt die Steuerung von Workspace Intelligence in seiner Admin-Hilfe.
Was das für Nutzer in Deutschland bedeutet
Google nennt derzeit die USA und Englisch als Verfügbarkeit für AI Inbox. Die Workspace-Ankündigung beschränkt den beschriebenen Rollout genauer auf US-Nutzer mit US-Englisch. Für Nutzer in Deutschland ist die Funktion damit derzeit nicht verfügbar.
AI Inbox ist laut Google außerdem für private Google-Konten mit den Tarifen Google AI Plus, Pro oder Ultra sowie für berechtigte Arbeits- und Schulkonten verfügbar. Auch diese Verfügbarkeit gilt derzeit nur in den USA und auf Englisch.