Der jüngste technische Test zu The Blood of Dawnwalker bringt eine interessante, aber begrenzte Nachricht: Eine inoffizielle DLSS-5-Konfiguration verbesserte auf einer GeForce RTX 5080 Gesichter, Umgebungen und Umgebungsverdeckung. Bei 4K mit Ultra wurden dabei 47 FPS vor Frame Generation erreicht. Die Mod macht aus dem anspruchsvollen Unreal-Engine-5-Rollenspiel aber keinen technischen Vorzeigetitel: Selbst sehr schnelle Hardware kämpft mit hohen GPU-Anforderungen sowie Kamera- und Traversal-Rucklern.
Die neue DLSS-5-Variante bleibt ein Experiment
The Blood of Dawnwalker unterstützt DLSS 5 nicht offiziell. Für den Test kamen DLSS Unlocked und OptiScaler zum Einsatz; die Konfiguration wurde auf einem System mit Ryzen 9 7950X3D, 32 GB DDR5-6000 und GeForce RTX 5080 ausgeführt. Bei 4K/Ultra und DLSS Performance wurden vor Frame Generation 47 FPS erreicht.
Die Bildqualität profitierte im Test an Gesichtern, in Umgebungen und bei der Umgebungsverdeckung. Mit den Standardeinstellungen entstand auf Gesichtern allerdings ein öliger Eindruck. Eine Anpassung der DLSS-5-Werte entfernte diesen Effekt. Das Ergebnis bleibt an diese modifizierte Konfiguration gebunden und beschreibt keine native Spielefunktion.
Was die Benchmarks zu 1440p und 4K zeigen
Die Multi-GPU-Messungen zeichnen ein klares Bild: 1440p mit Ultra ist bereits anspruchsvoll, natives 4K mit Ultra besonders hart für die Grafikkarte. Getestet wurde im ersten Dorf, weil das Spiel keinen integrierten Benchmark besitzt.
Bei 1080p mit Ultra lagen die durchschnittlichen Bildraten der schnellsten Karten über 60 FPS: Die GeForce RTX 4090 erreichte 80 FPS, die GeForce RTX 5080 67 FPS und die GeForce RTX 5090 93 FPS. Bei 1440p mit Ultra kamen die GeForce RTX 4090 auf 67 FPS und die GeForce RTX 5090 auf 74 FPS; diese beiden Karten wurden in diesem Test als flüssig eingeordnet.
Natives 4K verschiebt die Grenze deutlich. Selbst die GeForce RTX 5090 erreichte mit Ultra durchschnittlich 53 FPS bei einem 1%-Low von 49 FPS. Die GeForce RTX 4090 kam auf 41 FPS im Durchschnitt, die GeForce RTX 5080 auf 35 FPS.
| Einstellung auf der GeForce RTX 5090 | Durchschnitt | 1%-Low |
| 4K, Low | 84 FPS | 76 FPS |
| 4K, Medium | 74 FPS | 69 FPS |
| 4K, High | 64 FPS | 60 FPS |
| 4K, Ultra | 53 FPS | 49 FPS |
Der Wechsel von Ultra auf High brachte auf derselben Karte bei nativen 4K einen Sprung von 53 auf 64 FPS. Gleichzeitig stieg der 1%-Low-Wert von 49 auf 60 FPS. Das ist der deutlichste Hebel in diesem Preset-Vergleich, kostet aber Bildqualität.
Warum eine schnellere GPU nicht jedes Ruckeln beseitigt
Mehr GPU-Leistung hilft bei der Bildrate, löst aber nicht automatisch jedes Problem mit der Frame-Pacing-Stabilität. Kamera- und Traversal-Ruckler blieben auch auf einem System mit Ryzen 9 9950X3D und GeForce RTX 5090 sichtbar. Damit ist eine schnelle Grafikkarte kein vollständiger Schutz vor den kurzen Hängern beim Bewegen durch die Spielwelt.
Auch die Ergebnisse für die GeForce RTX 4060 fallen nicht in eine einfache 60-FPS-Schublade. Bei 1440p mit High und DLSS Balanced wurden durchschnittlich 50 FPS sowie ein 1%-Low von 35 FPS gemessen. Ein angepasstes Profil mit niedriger Schattenqualität sowie mittlerer Licht-, Vegetations- und Detailqualität kam in derselben Briar-Sloughs-Runde auf 62 FPS im Durchschnitt und 46 FPS im 1%-Low. In einer separaten nächtlichen Szene mit mehreren Figuren lag der Durchschnitt dieses Profils bei 53 FPS.
Welche Einstellungen am meisten bringen
Für ein ausgewogeneres Profil sind vor allem Schatten, Beleuchtung, Vegetation und Detailqualität interessante Stellschrauben. Die angepasste GeForce-RTX-4060-Konfiguration senkte die Schatten auf Low sowie Licht-, Vegetations- und Detailqualität auf Medium und erreichte dadurch 62 FPS im Durchschnitt.
Volumetrische Qualität sollte dagegen nicht vorschnell unter High fallen: Eine niedrigere Stufe kann die Beleuchtung in manchen Bereichen sichtbar beeinträchtigen. Bei den Texturen hängt die sinnvolle Wahl vom Grafikspeicher ab. Bei maximalen Texturen kann das Spiel ungefähr 10 bis 12 GB VRAM belegen; als Orientierung werden Ultra-Texturen ab 16 GB, hohe Texturen bei 8 bis 12 GB und niedrigere Einstellungen unter 8 GB empfohlen.
Frame Generation kann die angezeigte Bewegung glatter wirken lassen, ersetzt aber keine entsprechend hohe Basisleistung. In einem GeForce-RTX-4060-Test stieg der angezeigte Wert mit High, DLSS Balanced und 2× Frame Generation von einer Basis von 50 auf 73 FPS. Die zusätzliche Latenz erhöhte sich dabei von 68 auf 72 ms. Die interpolierten Bilder sind deshalb nicht mit 73 FPS nativ berechneter Leistung gleichzusetzen.
Was DLSS 5 an Dawnwalker tatsächlich verändert
Der inoffizielle DLSS-5-Versuch verbessert bestimmte Bildeindrücke, beseitigt aber weder die anspruchsvolle 4K-Last noch die gemeldeten Ruckler. Bei der GeForce RTX 5080 wurden 47 FPS mit 4K/Ultra und DLSS Performance vor Frame Generation erreicht; die Zahl stammt aus der modifizierten Konfiguration und nicht aus einer offiziellen DLSS-5-Unterstützung des Spiels.
Für Spieler bedeutet das: Wer in 4K mit Ultra spielen möchte, muss bei der Bildrate Kompromisse einplanen. Der Wechsel auf High brachte die GeForce RTX 5090 im selben Test auf 64 FPS und einen 1%-Low von 60 FPS, während die Anpassung einzelner Optionen einer GeForce RTX 4060 in einem separaten 1440p-Test 62 FPS im Durchschnitt ermöglichte. Die Ruckler beim Kameraschwenk und bei der Bewegung durch die Welt können davon unabhängig bestehen bleiben.