Das letzte Intel Developer Forum brachte einige Neuigkeiten, beginnend mit dem formellen Einstieg des Giganten in den Markt für virtuelle Realität. Aber wenn wir ein wenig zurückblicken, was in unseren Computern passiert, gibt es bestimmte Entwicklungen, die wir so schnell wie möglich auf dem Desktop sehen möchten. Eine davon ist Optane, die nächste Generation von Intel-SSDs, die auf der 3D-XPoint-Technologie basiert, die tausendmal schneller als herkömmliches NAND ist und auch nichtflüchtig – was die Art und Weise, wie PCs entworfen werden, für immer verändern könnte.
Das Versprechen von 3D XPoint
Stellen Sie sich eine Zukunft vor, in der Systemspeicher und Speichermedien nicht mehr getrennt sind. Stellen Sie sich nur für einen Moment vor, dass Begriffe wie „RAM“, „Festplatten“ oder „SSD“ einfach verschwinden und Platz für eine Alternative machen, die so schnell und fortschrittlich ist, dass ihre alten Einschränkungen sinnlos werden. Kurz gesagt, stellen Sie sich vor, dass Sie eines Tages in ein Geschäft gehen und einen Computer mit „16 Terabyte“ bestellen, ohne weitere Etiketten. Diese 16 Terabyte sind gleichzeitig RAM und Speicher, ohne Leistungsverlust oder dramatische Latenzsteigerung. Heute scheint das ein Traum zu sein ... aber nicht bei Intel, das mit seiner Arbeit an der 3D-XPoint-Speichertechnologie voranschreitet. Hohe Geschwindigkeit, nichtflüchtige Datenspeicherung und niedrige Kosten. Intel hat viele Pläne für diese Technologie, und einer davon ist, sie in einer neuen Serie von SSDs einzusetzen, die wir als Optane kennen.
Erste Eindrücke vom Intel Developer Forum
Es stimmt, dass einige Optane-Einheiten auf dem letzten Intel Developer Forum präsent waren. Es stimmt auch, dass Intel nicht zu viele Details preisgeben wollte, und der Zugang für die Presse war auf wenige isolierte Bilder beschränkt (und ohne große Erlaubnis aufgenommen). Die Leute von Micron (die zusammen mit Intel an der Entwicklung von 3D XPoint arbeiten) zeigten beim letzten Flash Memory Summit einen Prototyp, der von SSDs mit schockierenden Kapazitäten umgeben war, so dass wir die Geheimnistuerei kaum verstehen können, aber der Geist wird früher oder später aus der Flasche entweichen. Das Testsystem, ein Biest mit 64 Gigabyte DDR4-Speicher, nutzte das Optane-Modul mit 140 GB über PCI Express 3.0 (offenbar 4x) als Auslagerungsdatei.
Beeindruckende Benchmark-Ergebnisse
Der Benchmark war das Rendern einer Szene mit einer Dauer von sieben Sekunden in SideFX Houdini. Mit einer Intel-SSD der Serie 750 (ein Spielzeug, das jeder gerne hätte) dauerte der Rendervorgang 35 Stunden, und die CPU war 70 Prozent der Zeit im Leerlauf. Als Optane ins Spiel kam, sank die Zeit auf zehn Stunden, und die CPU war nur noch 20 Prozent der Zeit im Leerlauf. Die Zahlen liegen definitiv im erwarteten Bereich. Während der „ersten Hälfte“ des IDF in Shenzhen hat Intel eine SSD bei einer Datenübertragung mit Optane über Thunderbolt 3 förmlich zerstört und bewegte zwei Gigabyte pro Sekunde gegenüber 300 MB/s der herkömmlichen SSD. Zwei Dinge sind sicher: Wir wollen, dass Optane viel mehr als ein Auslagerungsmodul wird, und zunächst wird es deutlich teurer sein als eine SSD. Trotzdem werden wir warten.