Eine Studie von Logan A. Pearce und Ewan S. Douglas schlägt 27 bekannte Riesenexoplaneten als mögliche erste Ziele für Beobachtungen mit Lazulis ExtraSolar Coronagraph (ESC) vor. Die Kampagne soll das von den Planeten reflektierte Sternenlicht erfassen. Die Liste ist ein Vorschlag der Autoren, kein bereits durchgeführtes Beobachtungsprogramm. Zum Preprint auf arXiv
Was die 27 Exoplaneten für Lazuli bedeuten
Die Zahl bezeichnet bekannte Riesenexoplaneten, die Pearce und Douglas als mögliche optimale Ziele einer ersten Beobachtungskampagne vorschlagen. Es geht also um bereits bekannte Planeten und um mögliche Beobachtungsziele, nicht um Entdeckungen durch Lazuli. Der Beitrag wurde am 22. Oktober 2026 auf arXiv eingereicht und am 28. Oktober überarbeitet.
Der ESC soll die Planeten direkt nachweisen und ihre Atmosphären untersuchen. Bei einigen der vorgeschlagenen Kandidaten könnten auch der Koronograf des Nancy Grace Roman Space Telescope und ELT-METIS Beobachtungen ermöglichen. Das könnte ergänzende Untersuchungen ihrer Atmosphären erlauben, schreiben die Autoren. Der Preprint beschreibt die Zielvorschläge und die möglichen weiteren Observatorien.
Wie Lazuli reflektiertes Sternenlicht untersuchen soll
Ein Exoplanet reflektiert einen Teil des Lichts seines Sterns. Die vorgeschlagene Kampagne soll dieses schwache Licht direkt erfassen und damit Informationen über die Atmosphäre der Planeten gewinnen. Dafür ist der ESC vorgesehen, Lazulis geplantes Instrument zur Beobachtung von Exoplaneten.
Was Lazulis vorläufiger Entwurf vorsieht
Der vorläufige Entwurf beschreibt Lazuli als Weltraumobservatorium mit einer Öffnung von 3 Metern und einem Arbeitsbereich von 400 bis 1.700 Nanometern. Vorgesehen sind eine Weitfeldkamera (Wide-field Context Camera, WCC), ein Integral Field Spectrograph (IFS) und der ESC. Die Architekturstudie nennt diese Werte als Entwurfsdaten.
Für den ESC erwartet der Entwurf einen Rohkontrast von 10⁻⁸; nach der Datenverarbeitung soll der Kontrast sich 10⁻⁹ nähern. Das sind prognostizierte Konstruktionswerte, keine im Weltraum gemessenen Ergebnisse. Der Entwurf sieht außerdem vor, dass das Observatorium auf dringende Beobachtungsanfragen innerhalb von weniger als vier Stunden reagieren kann.