Apple entfernt mit macOS 27 die Unterstützung für das Apple Filing Protocol (AFP). Damit ist die ursprüngliche AFP-basierte Netzwerk-Konfiguration der AirPort Time Capsule für Time-Machine-Backups nicht mehr kompatibel. Time Machine selbst verschwindet nicht: Direkt angeschlossene Laufwerke und unterstützte Netzwerkziele funktionieren weiterhin.

Was sich mit macOS 27 ändert

Die AirPort Time Capsule nutzte AFP, um Backups über das Netzwerk bereitzustellen. Dieser Weg fällt mit macOS 27 weg. Das betrifft die AirPort Time Capsule sowie AirPort-Extreme-Konfigurationen mit externer USB-Festplatte, sofern sie auf AFP für die Sicherungsfreigabe setzen.

Apple hatte die AirPort-Produktlinie bereits 2018 eingestellt. Im Juni 2025 erschien außerdem eine Warnung vor der späteren Inkompatibilität. Am 16. September 2026 ist die Konsequenz für Nutzer mit einer alten Time Capsule praktisch: Die bisherige Netzwerk-Sicherung braucht einen anderen Zielort.

Time Machine funktioniert weiterhin

macOS 27 entfernt nicht die Backup-Funktion von Apple. Unterstützte Ziele sind:

Backup-ZielVerbindung oder ProtokollStatus unter macOS 27Wichtige Bedingung
AirPort Time CapsuleAFP-basierte NetzwerkverbindungUrsprüngliche Konfiguration nicht kompatibelBetrifft die AFP-Konfiguration
Externes LaufwerkUSB oder ThunderboltUnterstütztDirekt mit dem Mac verbunden
NAS-SystemSMBUnterstütztMuss Time Machine über SMB ausdrücklich unterstützen
Anderer MacNetzwerkfreigabeUnterstütztBeide Macs sollten macOS 11 oder neuer verwenden

Der entscheidende Unterschied lautet also: Nicht Time Machine ist das Problem, sondern der alte AFP-Netzwerkweg. Ein NAS, das ausschließlich AFP anbietet, ist unter macOS 27 kein passender Ersatz. Bei einem NAS muss in den technischen Angaben ausdrücklich die Unterstützung von Time Machine über SMB, also das Server Message Block-Protokoll, genannt werden.

Die praktischen Alternativen zur Time Capsule

Für die meisten Nutzer ist ein direkt angeschlossenes externes Laufwerk der unkomplizierteste Wechsel. Es wird per USB oder Thunderbolt mit dem Mac verbunden und dient anschließend als lokales Time-Machine-Ziel.

Wer weiterhin über das Netzwerk sichern möchte, kann ein kompatibles NAS verwenden. Hier zählt nicht allein die Bezeichnung „NAS“: Entscheidend ist die ausdrücklich angegebene Unterstützung von Time Machine über SMB.

Auch ein anderer Mac kann als Netzwerkziel dienen. Apple empfiehlt diese Konfiguration, wenn beide Macs macOS 11 oder neuer verwenden. Damit bleibt eine Mac-zu-Mac-Sicherung möglich, ohne auf die alte AFP-Konfiguration der AirPort Time Capsule angewiesen zu sein.

Die virtuelle Lösung: möglich, aber keine native Unterstützung

Technische Demonstration der virtuellen AFP-Umgebung mit UTM und QEMU

Eine technisch anspruchsvolle Ausweichlösung besteht darin, eine ältere macOS-Umgebung in einer virtuellen Maschine zu betreiben. Die Demonstration nutzt macOS Sequoia/macOS 15 mit UTM und QEMU, um den AFP-Zugriff auf ältere Time-Capsule-Hardware zu ermöglichen.

Das ist jedoch keine Wiederherstellung der nativen Kompatibilität von macOS 27. Die virtuelle Maschine ist ein zusätzlicher technischer Aufbau und damit vor allem für erfahrene Nutzer interessant.

Was jetzt sinnvoll ist

Wer noch eine AirPort Time Capsule verwendet, sollte vor dem Wechsel auf macOS 27 ein neues Ziel für Time Machine auswählen: ein direkt angeschlossenes USB- oder Thunderbolt-Laufwerk, ein NAS mit Time-Machine-Unterstützung über SMB oder einen geeigneten zweiten Mac. So wird aus dem Ende von AFP nicht auch das Ende der regelmäßigen Backups.