Die New York Times berichtete am 30. Oktober 2026, Meta habe die Klage von K.D.B. beigelegt, bevor der Prozess vor dem Superior Court von Los Angeles beginnen sollte. Der Prozess war laut Bericht für die darauffolgende Woche angesetzt. K.D.B., eine 18-jährige Frau aus Mississippi, hatte wegen mutmaßlicher Personenschäden im Zusammenhang mit sozialen Medien geklagt. Die New York Times berichtete auch, dass YouTube und TikTok sich mit K.D.B. geeinigt hatten und Snap damals den Fall vor Gericht verteidigen sollte.

K.D.B.s Fall war eines von neun Musterverfahren

Der Fall war der vierte von neun sogenannten Bellwether-Verfahren. Bei solchen ausgewählten Fällen werden rechtliche Ansprüche geprüft, deren Verlauf für Tausende ähnliche Klagen Bedeutung haben kann. Ein kalifornischer Richter hatte die neun Verfahren aus Tausenden ähnlichen Klagen ausgewählt.

Die Klage warf Plattformen vor, Funktionen wie endloses Scrollen und algorithmische Feeds könnten zu suchtbedingten Personenschäden beitragen. Das waren Vorwürfe im Verfahren, keine festgestellten Ursachen.

Ein früherer Bundesbeschluss betraf andere Klagen

Am 15. Oktober 2024 entschied die US-Bundesrichterin Yvonne Gonzalez Rogers in einem getrennten Verfahren über einen Antrag auf Klageabweisung. Auf dieser Verfahrensstufe schloss sie bestimmte Ansprüche wegen unlauterer Praktiken aus, die Funktionen wie endloses Scrollen, Autoplay, Benachrichtigungen und Empfehlungsalgorithmen betrafen.

Andere Ansprüche konnten weiterverfolgt werden, darunter solche zu Filtern, die das Aussehen verändern, Zeitbegrenzungsfunktionen und Instagrams Mehrkontenfunktion. Auch Klagen wegen unzureichender Warnungen vor bekannten Suchtgefahren schloss das Gericht zu diesem Zeitpunkt nicht grundsätzlich aus.

Jugendschutzmaßnahmen gehörten zu einer anderen Vereinbarung

ABC News berichtete am 26. August 2026 über eine separate Vereinbarung mit US-Bundesstaaten. Sie sah für Nutzer unter 18 Jahren ein tägliches Standardlimit von zwei Stunden vor, das Eltern aufheben konnten. Außerdem sollten Like- und Reaktionszahlen verborgen und ein nicht personalisierter Feed als Option angeboten werden.