Meta hat die geplanten Commercial Terms und Self-Serve Ad Terms verschoben. Zunächst sollte die Änderung am 30. Oktober in Kraft treten; am 23. Oktober wurde der Termin auf den 20. November verlegt. Am 28. Oktober erklärte Meta laut Reuters, die Konsultation könne über den 20. November hinausgehen. In diesem Fall werde die Einführung weiter verschoben. Bis zum Abschluss der Gespräche sollten die bisherigen Bedingungen gelten.

Warum Meta die Bedingungen verschiebt

Meta reagierte auf Kritik von Verlagen und Werbetreibenden. Der 20. November war damit kein garantierter Starttermin: Meta knüpfte eine weitere Verschiebung daran, ob die Konsultation bis dahin abgeschlossen wäre.

Meta-Sprecher Andy Stone erklärte am 16. Oktober, die geplanten Regeln sollten Meta dabei helfen, genaue Produktinformationen für Werbung und Empfehlungen auf den eigenen Plattformen zu erhalten. Es gehe nicht darum, Nachrichtenseiten auszulesen, sagte er, wie AP berichtete.

Dem von AP wiedergegebenen Entwurf zufolge sollten automatisierte Funktionen Domains, Webseiten und URLs abrufen können, die mit einem Geschäftskonto verknüpft sind. Genannt wurden unter anderem das Indexieren, Zwischenspeichern, Analysieren, Sammeln und Crawlen, also das automatisierte Abrufen und Durchsuchen von Webseiten. Verlage beanstandeten die mögliche Reichweite der Formulierung und verwiesen auch auf eine mögliche Nutzung von Inhalten für KI-Produkte.

Gericht in Oslo setzt den Entwurf vorläufig aus

Am 28. Oktober setzte ein Gericht in Oslo die vorgeschlagenen Bedingungen auf Antrag von 180 norwegischen Medienunternehmen vorläufig aus. Die norwegischen Verlage hatten Einwände gegen die geplanten Regeln erhoben, während Meta seine eigene Zweckbeschreibung verteidigte, berichtete AP.

Die britische CMA untersucht die Bedingungen

Die britische Competition and Markets Authority (CMA) eröffnete am 30. Oktober eine Untersuchung. Die Behörde äußerte die Sorge, dass die Verpflichtung von Nachrichtenverlagen und anderen Inhaltsunternehmen, die Bedingungen anzunehmen, unfairen Handelsbedingungen entsprechen könnte. Die Prüfung betrifft damit die Frage, wie Meta die vorgeschlagenen Regeln Geschäftskunden auferlegen könnte.