OpenAI testet seit dem 16. September 2026 Sponsored Agents in ChatGPT. Nach einer passenden Anzeige kann ein Nutzer ein klar als geschäftlich gesponsert gekennzeichnetes Gespräch starten, Fragen zu einem Angebot stellen und anschließend die Website des Unternehmens öffnen. Der Test läuft mit ausgewählten Werbetreibenden in den USA.

Was OpenAI angekündigt hat

Sponsored Agents sind keine allgemeine neue ChatGPT-Funktion für alle Nutzer, sondern ein Werbeformat im Test. Der Nutzer entscheidet sich nach einer relevanten Anzeige bewusst für den Start des Gesprächs. OpenAI beschreibt den Agenten als Möglichkeit, ein Produkt oder eine Dienstleistung genauer zu erkunden und Anforderungen oder Rückfragen im Dialog zu klären.

Wichtig ist die Trennung: Das gesponserte Gespräch soll von den unabhängigen Antworten von ChatGPT und vom ursprünglichen Chat des Nutzers getrennt bleiben. Die kommerzielle Unterhaltung wird außerdem deutlich als gesponsert gekennzeichnet.

So funktioniert das Gespräch mit Sponsored Agents

Der Ablauf besteht aus drei klaren Schritten:

  1. In ChatGPT erscheint eine relevante Anzeige.
  2. Der Nutzer wählt den gesponserten Agenten aus und stellt Fragen oder beschreibt, worauf es ihm ankommt.
  3. Wenn das Angebot interessant ist, führt ein Link zur Website des werbenden Unternehmens.

Der beschriebene Ablauf macht den Agenten zu einer dialogorientierten Werbefläche: Statt nur auf eine Anzeige zu klicken, kann der Nutzer zunächst Anforderungen erklären und Rückfragen stellen. Die eigentliche Weiterleitung erfolgt anschließend zur Website des Unternehmens.

Eine automatische Kaufabwicklung gehört nicht zu diesem beschriebenen Ablauf. OpenAI nennt Antworten, Produkterkundung und den Link zur Unternehmenswebsite als Funktionen des Formats.

Was sich für Werbetreibende mit Ads Manager ändert

Parallel erweitert OpenAI den Ads Manager. Werbetreibende können Kampagnen mit natürlich formulierten Eingaben erstellen, aktualisieren und analysieren. Dazu kommen Leistungsberichte, Empfehlungen sowie Unterstützung bei der Entwicklung von Anzeigeninhalten.

Aus einer Landingpage und dem Kampagnenziel kann das System Vorschläge für Texte und Bilder ableiten. Das Unternehmen kann diese Entwürfe anschließend prüfen und bearbeiten. Optional lassen sich Überschriften und Beschreibungen an den Gesprächskontext anpassen und in die bevorzugte Sprache eines Nutzers übersetzen.

Damit verschiebt sich der Schwerpunkt von der einzelnen Anzeige zur gesamten Kampagnenarbeit: ChatGPT soll nicht nur Werbeinhalte ausspielen, sondern auch bei Erstellung, Anpassung und Auswertung helfen.

HubSpot und Shopify sind die ersten angekündigten Partner

OpenAI nennt HubSpot als ersten angekündigten CRM-Partner für ChatGPT Ads. Shopify ist der erste angekündigte E-Commerce-Partner. Für Händler mit Sitz in den USA gibt es eine ChatGPT-Ads-App von Shopify.

Eine internationale Ausweitung der Shopify-App soll ab dem 23. September 2026 in Märkten beginnen, in denen ChatGPT Ads verfügbar ist. Für Deutschland beschreibt OpenAI den Sponsored-Agents-Test weiterhin im Rahmen ausgewählter Werbetreibender in den USA; ein deutscher Starttermin folgt daraus nicht.

OpenAI baut damit ChatGPT zugleich als Gesprächsumgebung für Nutzer und als Arbeitsoberfläche für Werbekunden aus.