Am 4. November räumte Addy Osmani von Anthropic ein, dass Claude Code Spielprojekte abgelehnt hatte, die es hätte umsetzen sollen. Die Regel, die er zuvor für Claude Opus 5.5 beschrieben hatte, zielte auf das Nachbilden eines konkreten fremden Spiels. Osmani schrieb darüber in einem Beitrag auf X.
Die Vorgabe zielte auf Nachbildungen eines konkreten Spiels
Osmani erklärte am 30. Oktober, Anthropic habe dem Claude-Code-Prompt für Claude Opus 5.5 zwei Sätze hinzugefügt. Sie sollten Claude davon abhalten, ein bestimmtes bestehendes Spiel einer anderen Person nachzubauen, weil dies gegen die Nutzungsrichtlinie des Unternehmens verstoße.
Eigene Spiele, Projekte innerhalb eines Genres und Spiele auf Grundlage der eigenen Entwürfe und Assets sollten Osmani zufolge weiterhin möglich sein. Die Einschränkung richtete sich damit gegen die Nachbildung eines konkreten fremden Spiels, nicht gegen Spieleentwicklung mit Claude Code insgesamt.
Ein Entwickler arbeitete mit seinem eigenen Spiel Madja Island
Der Creator von Unreal University nutzte für einen Versuch sein eigenes Originalspiel Madja Island. Für den ersten Durchlauf beschrieb er das Spiel mit Worten und stellte keine Screenshots bereit. Nach seiner Angabe dauerte dieser textbasierte Versuch rund 30 Minuten. In einem späteren Schritt ließ er Claude über MCP C++-Code für ein Unreal-Engine-Projekt erzeugen.
Die rund 30 Minuten sind die Selbstauskunft des Creators, kein standardisierter Messwert. Sein Versuch mit dem eigenen Spiel passt zu der Kategorie, die Osmani als weiterhin zulässig beschrieben hatte.