Am 27. Oktober 2026 kündigte Valve bei Steam Indie Connect laut Inven Global weder ein neues Verbot für KI-Spiele noch einen speziellen KI-Filter an. Die geltenden Steamworks-Regeln verlangen jedoch Angaben zu bestimmten KI-Inhalten, die Spieler im Spiel erleben oder die während des Spielens entstehen.

Inhalt

Was bei Steam Indie Connect zur Sprache kam

Tom Giardino sagte laut Inven Global, Valve wolle Entwicklern nicht vorschreiben, welche Werkzeuge sie verwenden. Marc Wilkinson sprach über Beschwerden zu schwachen Demos beim Steam Next Fest und darüber, dass Valve-Mitarbeitende über mögliche Antworten auf das Problem berieten. Die Veranstaltungsäußerungen waren keine Ankündigung einer Regeländerung.

Welche KI-Nutzung Steamworks erfassen will

Die Steamworks Content Survey unterscheidet zwischen KI-Inhalten, die mit einem Spiel ausgeliefert und von Spielern genutzt werden, und Inhalten, die eine KI während des Spiels erzeugt. Effizienzgewinne durch KI-Entwicklungstools stehen laut Valves aktueller Dokumentation nicht im Fokus der Offenlegung. Entwickler füllen die Abfrage aus, bevor sie ihre Shopseite und den Build zur Prüfung einreichen. Steamworks Content Survey

Für vorab erzeugte Inhalte müssen Entwickler beschreiben, wie KI beim Erstellen der ausgelieferten, spielerseitigen Inhalte eingesetzt wurde. Dazu können etwa Grafiken, Ton, Erzähltexte oder Lokalisierungen gehören. Eine KI-Hilfe, die lediglich Entwicklungsarbeit beschleunigt, steht nicht im Mittelpunkt dieser Offenlegung. Erzeugt ein System dagegen Inhalte, die Spieler während des Spiels erleben, fällt das unter die Kategorie der Live-Generierung.

Bei Live-Generierung müssen Entwickler außerdem die Schutzmaßnahmen gegen illegale Ausgaben beschreiben. Valve prüft KI-Ausgaben wie andere Spielinhalte. Die allgemeinen Steam-Regeln gelten weiter: Entwickler müssen zusichern, dass ihre Spiele keine illegalen oder rechtsverletzenden Inhalte enthalten und mit ihren Marketingangaben übereinstimmen. Steamworks sagt zudem, dass live-generierte KI-Inhalte der Kategorie „Adult Only Sexual Content“ derzeit nicht ausgeliefert werden.

Wie Steam Next Fest Spiele sichtbar macht

Laut Inven Global werden Demos während der ersten beiden Tage des Steam Next Fest nahezu zufällig ausgespielt; danach folgen personalisierte Empfehlungen. Valve erklärte, die anfängliche Ausspielung solle Spielen eine faire Chance geben und verhindern, dass ein besonders früher Start das System ausnutzt. Als Kehrseite können dabei auch schwache Demos sichtbar werden. Wilkinson zufolge berieten Valve-Mitarbeitende darüber, wie sie mit dem Problem umgehen könnten.

NeoTeo hat die Größenordnung der Next-Fest-Vorschau bereits in einem früheren Bericht zu Steam Next Fest eingeordnet. Die Ausspielung der Demos ist von den Angaben zur KI-Nutzung im Content Survey getrennt.

Wunschlisten erhöhen laut Wilkinson nicht direkt die Sichtbarkeit eines Spiels. Sie helfen Entwicklern, den Erfolg ihrer Marketingmaßnahmen einzuschätzen; Käufe und Spielaktivität treiben laut seiner Aussage die Reichweite. Der Personalisierte Kalender empfiehlt kommende Spiele, die Nutzer mit ähnlichen Vorlieben auf ihrer Wunschliste haben. Dafür braucht ein Spiel ein offizielles Veröffentlichungsdatum. Laut Inven Global kehrt die Kalenderpräsenz ein bis zwei Wochen nach der Veröffentlichung nicht zurück.

Was Valve Entwicklern bei Klon-Sorgen riet

Giardino empfahl Entwicklern laut Inven Global, eine Community und Vertrauen bei den Spielern aufzubauen und das Spiel mit Updates um eigene Funktionen und eine eigene Handschrift zu erweitern. Zugleich räumte er ein, dass eine Community aufzubauen Zeit braucht und für sich allein nicht ausreicht.