Für Rennen um die kalifornische Assembly und den Senat wurden bis zum 29. Oktober 2026 mehr als 128 Millionen US-Dollar ausgegeben, berichtete CalMatters. In derselben Auswertung entfielen mindestens 20 Prozent der Beiträge an externe Gruppen, die Geld für diese Rennen ausgaben, auf Technologieinteressen. Die Prozentzahl bezieht sich auf die Beiträge dieser Gruppen; die 128 Millionen Dollar umfassen die Gesamtausgaben für die beiden Kammern. Zu den genannten Geldgebern zählten Google, Meta, Uber und einzelne Tech-Investoren.
Was unabhängige Wahlausgaben bedeuten
Unabhängige Wahlausgaben sind Ausgaben externer Gruppen, etwa für Anzeigen und Direktwerbung. CalMatters zufolge fallen sie nicht unter die staatlichen Obergrenzen für direkte Spenden an Kandidaten. Die Gruppen dürfen ihre Werbung nicht mit den Wahlkampagnen der Kandidaten abstimmen. Für Einzelspenden an Kandidaten für die kalifornische Legislative nennt CalMatters eine Obergrenze von 5.900 US-Dollar pro Wahl.
Wie sich Tech-Geld in einzelnen Rennen zeigte
Zwei maßgeblich von Google und Meta finanzierte Komitees bestritten laut CalMatters mehr als 90 Prozent der unabhängigen Ausgaben zur Unterstützung von Andrae Gonzales und 63 Prozent der entsprechenden Ausgaben für Annalisa Perea. Im Rennen gegen Ana Palacio beliefen sich die Ausgaben gegen ihre Kandidatur auf knapp 800.000 US-Dollar; mehr als 40 Prozent davon wurden Technologieinteressen zugerechnet. Metas Komitee META California gab laut CalMatters 1,3 Millionen US-Dollar für die Unterstützung von Scott Sakakihara aus.
Der Streit um Regulierung und politischen Einfluss
Robert Singleton von der Interessenvertretung Chamber of Progress begründete höhere politische Ausgaben damit, dass andernfalls weiterhin Gesetze auf neue Branchen zielten. Er warnte vor Überregulierung. Der kalifornische Abgeordnete Josh Lowenthal sah in den Ausgaben einen Versuch, politischen Einfluss auf die Legislative zu kaufen.
Die Vorwahl brachte unterschiedliche Ergebnisse
Die englischsprachige Berichterstattung von ABC7 News Bay Area nannte unterschiedliche Ergebnisse der kalifornischen Vorwahl: Matt Mahan belegte im Gouverneursrennen den sechsten Platz, während Ro Khanna seine Vorwahl mit mehr als 62 Prozent der Stimmen gewann.
Proposition 40 betraf einen anderen Ausgabenbereich
Für Wahlkampagnen zu Proposition 40 sowie Propositionen 41 und 42 berichtete LA Public Press über einen separaten Ausgabenbereich. Building a Better California hatte demnach insgesamt mehr als 333 Millionen US-Dollar eingenommen. Nach Unterlagen mit Stand vom 20. Oktober entfielen 118,5 Millionen US-Dollar auf ein Komitee gegen Proposition 40 und 186 Millionen auf die Unterstützung der Propositionen 41 und 42. Diese Beträge betreffen Abstimmungsinitiativen; die mehr als 128 Millionen US-Dollar von CalMatters beziehen sich auf Rennen um die Assembly und den Senat.