Am 30. Oktober 2026 meldete Tomas Salvo, seine Jet-Drohne Reaper habe mit einer Nutzlast von 1,2 kg 491 mph, also rund 790 km/h, erreicht. Der Flug erfüllt damit nicht die Mach-1-Geschwindigkeitsbedingung des Boom Prize. Tom’s Hardware zufolge hat Guinness World Records den Lauf nicht offiziell erfasst.
Was für den Boom Prize nötig ist
Boom Supersonic verlangt für den Preis von insgesamt 800.000 US-Dollar zwei beobachtete Flüge desselben Flugzeugs am selben Tag. Bei beiden muss es Mach 1 oder schneller mindestens fünf Sekunden lang halten. Die Beschleunigung durch den transsonischen Bereich, also den Übergang zwischen Unterschall- und Überschallgeschwindigkeit, muss im Horizontalflug oder im Steigflug erfolgen. Nach dem ersten Flug muss das Flugzeug kontrolliert landen und anschließend auf Gegenkurs erneut antreten. Die offiziellen Regeln des Boom Prize verlangen außerdem ein maximales Startgewicht von 25 kg, eine menschliche Fernsteuerung mit durchgehender Kontrolle und sofortiger Abbruchmöglichkeit sowie Messwerte, die den Geschwindigkeitsnachweis auch unter Berücksichtigung der Messunsicherheit tragen.
Salvos gemeldete 491 mph liegen unter Mach 1. Ein einzelner gemeldeter Flug erfüllt zudem nicht die Vorgabe von zwei beobachteten Flügen am selben Tag. Der Preis setzt sich laut Boom aus 750.000 US-Dollar in bar und Boom-Aktien im Wert von 50.000 US-Dollar zusammen.
Wer teilnehmen darf und welche Finanzierung zählt
Jedes Teammitglied muss nach den Regeln eine „U.S. person“ sein: US-Staatsbürger, rechtmäßiger Daueraufenthaltsberechtigter oder eine Person mit Asylstatus. Ein Wohnsitz in Deutschland allein reicht dafür nicht aus.
Boom erlaubt kommerziell gekaufte Motoren, Servos und Avionik, verbietet aber Unternehmenssponsoring, institutionelle Investitionen und staatliche Zuschüsse. Tom’s Hardware berichtete, Sponsoring habe Salvo beim JetCat-Motor unterstützt. Für die Regeln ist deshalb entscheidend, ob das Triebwerk kommerziell gekauft oder als Sponsoring bereitgestellt wurde.