Valve-Vertreter Tom Giardino und Marc Wilkinson beschrieben bei Steam Indie Connect am 27. Oktober 2026 einen Ansatz, der Entwicklern die Wahl ihrer Werkzeuge lassen und stattdessen die Plattform verbessern soll. Ein allgemeines Verbot von KI-Spielen kündigten sie laut den Berichten nicht an. Zugleich räumte Marc Wilkinson ein, dass die Empfehlungen beim Steam Next Fest auch Spiele von geringer Qualität sichtbar machen können.
Valve will die Plattform statt der Werkzeuge in den Blick nehmen
Tom Giardino sagte dem Bericht zufolge, Valve wolle Entwicklern nicht vorschreiben, welche Werkzeuge sie verwenden. Giardino empfahl ihnen, eine Community aufzubauen und ihre Spiele mit Funktionen, Persönlichkeit und kreativen Ideen aus der eigenen Perspektive weiterzuentwickeln. Das soll einzelne Spiele unverwechselbarer machen.
Marc Wilkinson erklärte, dass bei Valve viele Menschen über Lösungen für die Beschwerden zu Spielen von geringer Qualität nachdächten. Eine konkrete Maßnahme nannte er dabei nicht.
So laufen die Empfehlungen beim Steam Next Fest ab
Beim Steam Next Fest sind die Empfehlungen laut Wilkinsons Erklärung während der ersten zwei Tage zufällig; anschließend werden sie personalisiert. Die anfängliche Zufallsauswahl soll verhindern, dass Entwickler das Empfehlungssystem gezielt ausnutzen. Sie hat aber einen Nachteil: Auch Spiele von geringer Qualität können dadurch Aufmerksamkeit erhalten.
Was der Entwickler von Coin Harvest berichtete
Der Entwickler von Coin Harvest gab an, den Einsatz von KI für die Store-Grafiken und Rendergrafiken im Spiel offengelegt zu haben. Nach seiner Darstellung lag der Anteil positiver Bewertungen am Veröffentlichungstag bei 83 Prozent und drei Tage später bei 55 Prozent. Zum späteren Stand nannte er 49 Bewertungen und rund 6.900 verkaufte Exemplare.
Diese Zahlen stammen aus einem einzelnen Entwicklerbericht. Sie zeigen nicht, dass die KI-Nutzung oder ihre Offenlegung den Rückgang des Bewertungsscores verursacht hat.