Wir haben schon einige Nachbildungen des unvergesslichen ZX Spectrum gesehen, und alle waren zu weit entfernt von der Original-Hardware. Für manche Nutzer genügt eine gleichwertige Erfahrung, aber wer eine ausgewogenere Kombination aus offiziellen Spezifikationen und modernen Komponenten sucht, sollte sich das ZX Spectrum Next genauer ansehen.
Zehn Jahre auf dem Markt, Dutzende Klone, Hacks, über 24.000 Spiele ... Was kann man sonst noch über das ZX Spectrum sagen? Zugegeben, es hatte technische Probleme und die Tastatur war nicht das Angenehmste, aber sein niedriger Preis machte es zum ersten Computer von Millionen von Menschen. Die ausführliche Dokumentation ermöglichte es, die begrenzten Ressourcen optimal zu nutzen. Im Jahr 2017 ist der Wert von „retro“ stark gefragt. Wir hören immer noch die Schreie an Nintendo wegen der Einstellung der NES Classic, die Gerüchte über eine SNES-Variante häufen sich, und im Grunde kommt alles, was uns in der Kindheit glücklich machte, auf die eine oder andere Weise zurück. Das Problem ist, wenn diese Rückkehr „halbherzig“ ist, und das ZX Spectrum war nicht immun. Die Variante „Recreated“ ist eine glorifizierte Bluetooth-Tastatur. Die Vega-Linie bietet nur tragbare Konsolen. Himmel, wo bleibt unsere Dosis Z80 ...?
Technische Spezifikationen
Technisch gesehen verspricht das ZX Spectrum Next dies über einen Xilinx Spartan-6 FPGA mit insgesamt 512 Kilobyte RAM, das auf 1,5 MB (intern) oder 2,5 MB (extern) erweiterbar ist. Der Chip läuft mit 3,5 MHz, der ursprünglichen Frequenz des ZX Spectrum, hat aber auch einen Turbo-Modus der auf 7 MHz erhöht. Das Motherboard bietet einen PS/2-Anschluss für Maus und Tastatur, HDMI- und VGA-Ausgang, 3,5-mm-Buchsen für die Kassettenladung, einen Erweiterungsport, SD-Slot, DB9-Port (Joystick) und optional ein WiFi-Modul, Lautsprecher, RTC und eine Beschleunigerplatine, die nichts anderes ist als ein über GPIO angeschlossener Raspberry Pi Zero. Das ZX Spectrum Next benötigt ein 9-Volt-Netzteil und kann mit einigen Modifikationen in einem Originalgehäuse installiert werden (einschließlich Anschlüssen für die Folientastatur).
Preise und Verfügbarkeit
Das ZX Spectrum Next übertraf sein Ziel von 250.000 Pfund in weniger als 48 Stunden, ein klares Zeichen, dass die Nachfrage da ist. Der günstigste Weg ist, nur das Motherboard ohne optionale Elemente und Gehäuse zu bestellen, für 99 Pfund (117 Euro). Die komplette Edition kostet über 250 Euro, und die „mittlere“ Variante kostet 207 Euro. Die fortgeschrittensten Bestellungen sind bis Januar 2018 verzögert, aber wer sich für das Motherboard entscheidet, kann es im August erhalten.