Alphabet meldete am 28. Oktober 2026 für das dritte Quartal 63,3 Milliarden US-Dollar Umsatz mit Google Search und sonstiger Werbung, 12 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Google erklärte zugleich, die niedrigere Monetarisierung in AI Mode habe das Search-Wachstum beeinflusst. Das Transkript des Alphabet-Gesprächs zu den Quartalszahlen hält beide Aussagen fest.

AI Mode monetarisiert laut Google schwächer

Philipp Schindler, Googles Chief Business Officer, sagte, das starke Wachstum der Anfragen in AI Mode habe Search beeinflusst, weil AI Mode niedriger monetarisiert werde. Google erklärte außerdem, die meisten AI-Mode-Anfragen seien zusätzlich. Bei Produktlisten seien die Klickraten gesponserter und organischer Angebote ähnlich.

Schindler sagte am 28. Oktober, Google skaliere Anzeigen in AI Overviews und AI Mode für mehr Nutzer und Anfragen. Zudem kündigte er an, AI-Mode-Anzeigen international auszuweiten und mehrstufige Anzeigen in den USA hinzuzufügen.

Wechselkurse bremsten das Wachstumstempo am stärksten

Gleichzeitig verlangsamte sich die Wachstumsrate von Q2 auf Q3. Schindler nannte Wechselkurse als größten Faktor. Als weitere Einflüsse führte er den Einzelhandel an, darunter Händler in Teilen des asiatisch-pazifischen Raums, die von Änderungen der EU-De-minimis-Regel betroffen waren. Auch die Ausgaben für Medien und Unterhaltung hätten sich nach einem von der Weltmeisterschaft geprägten zweiten Quartal normalisiert.

Werbekunden prüfen Google-Budgets genauer

Digiday berichtete am 2. November nach Gesprächen mit 18 Media-Buyern von genauerer Prüfung der Google-Search-Budgets. Lindsay Marty von Above the Bar Marketing sagte, in den betreffenden Kundengesprächen stünden meist 10 bis 20 Prozent des Google-Budgets zur Diskussion. Bryce Hamlin von Power Digital berichtete von möglichen Umschichtungen in Höhe von 10 bis 30 Prozent des Search-Budgets. Die Angaben beziehen sich auf unterschiedliche Gespräche und erwogene Änderungen, nicht auf bereits vollzogene Kürzungen oder eine repräsentative Messung branchenweiter Ausgaben.

Laut Digiday beschrieb Victor Batista von Jellyfish die Diversifizierung häufig als Bewegung innerhalb des Google-Ökosystems. Als mögliche Ziele nannte der Bericht AI Max, Performance Max, YouTube und Demand Gen.