In Berichten vom 30. September und 1. Oktober 2026 hieß es, Amazons für Zustellerinnen und Zusteller entwickelte Datenbrillen sollten während Fußwegen alle paar Sekunden Bilder aufnehmen. Die Aufnahmen würden demnach von Menschen geprüft und für KI-Analysen genutzt. Amazon beschreibt die Brille als Arbeitssystem für die Zustellung; die regelmäßigen Aufnahmen lenken den Blick auch auf den Umgang mit Bildern aus dem Umfeld der Lieferungen.
Regelmäßige Aufnahmen während Fußwegen
Den Berichten zufolge entstehen die Bilder, während Zustellerinnen und Zusteller zu Fuß unterwegs sind. Personen und Kfz-Kennzeichen sollen vor einer menschlichen Prüfung unkenntlich gemacht werden. Die Auswertung soll nach diesen Angaben dazu dienen, den Zustellprozess zu verbessern.
Amazon nennt einen physischen Schalter zum Schutz der Privatsphäre als Bestandteil des Systems. Die Berichte beschreiben daneben eine mögliche regelmäßige Bildaufnahme – zwei getrennte Aspekte der Brille.
Diese Aufgaben übernimmt die Zustellerbrille
Amazon zufolge kann das System Pakete scannen, Wegbeschreibungen im Sichtfeld anzeigen und Fotos als Zustellnachweis aufnehmen. Es warnt außerdem vor möglichen Haustieren an der Lieferadresse: Ein Pfotensymbol und ein Tonsignal können auf einen Hund hinweisen.
Die Brille ist Teil eines Arbeitssystems mit einem am Zustellwesten getragenen Controller, austauschbarem Akku und Notfallknopf. Amazon gibt an, dass Sehstärken-Gläser unterstützt werden. Das System soll sich aktivieren, nachdem das Lieferfahrzeug sicher geparkt wurde. Die Nutzung ist laut Amazon für Inhaber von Delivery Service Partnern und deren Zustellteams freiwillig.
Amazon meldet Tests und plant weitere Geräte
Amazon berichtete am 21. September 2026, mehr als 500 Delivery Associates (DAs) hätten die Brille über einen Zeitraum von 18 Monaten getestet und damit mehr als 275.000 Zustellungen abgeschlossen.
Für 2026 plant Amazon den Einsatz von weiteren 5.000 Geräten. Bis Ende 2027 sollen es nach dem Plan des Unternehmens mehr als 20.000 Geräte sein.