AMD veröffentlichte am 9. September 2026 eine Forschungsarbeit zu generativer Beleuchtung: Ein Ein-Schritt-Diffusionsmodell soll indirektes Licht aus Szenen- und Beleuchtungssignalen erzeugen; ein temporaler Decoder nutzt Informationen aus vorherigen Frames, um das Ergebnis zu stabilisieren. Für den GI-Schritt wurden auf einer NVIDIA GeForce RTX 3090 0,29 Sekunden pro 512 × 512 Pixel großem Bild und etwa 8–9 GB VRAM berichtet.

So erzeugt AMD indirekte Beleuchtung

AMD erforscht generative Beleuchtung mit Ein-Schritt-Diffusion

Globale Beleuchtung (GI) beschreibt, wie Licht in einer Szene weitergegeben und von Oberflächen reflektiert wird. Raytracing und Pathtracing sind Rechenverfahren, mit denen sich solche Lichtwege bestimmen lassen. AMDs Forschungsansatz erzeugt die indirekte Beleuchtung dagegen als bedingtes Bild: Das Modell verarbeitet einen Hinweis auf die direkte Beleuchtung sowie weitere Daten zur Szene.

Zu diesen Signalen gehören Normalen, Albedo – die Grundfarbe einer Oberfläche –, Rauheit, Metallizität, verrauschte GI-Werte und Radiance-Hinweise. T2I-Adapter speisen die Signale auf mehreren Ebenen in das U-Net ein. Das Modell nutzt eine latente Diffusion, die in einem Schritt arbeitet.

Für die zeitliche Stabilisierung erhält der VAE-Decoder das aktuelle latente Bild und die mithilfe von Bewegungsvektoren reprojizierte Ausgabe des vorherigen Frames. So kann das Verfahren ähnliche Bildpunkte aus vorherigen Frames wiederverwenden, Flackern verringern und Details erhalten.

Trainingsdaten und Auswertung

AMD beschreibt ein Training mit synthetischen Innenräumen, die mit Blender Cycles gerendert wurden, und eine Auswertung an zuvor ungesehenen Szenen. Für den Trainingsdatensatz werden 31.000 Frames mit 1 bis 30 Lichtquellen pro Szene berichtet. Dem Bericht zufolge durchliefen die Daten 50 Trainingsrunden auf AMD Instinct MI210-GPUs.

AMD zufolge lagen die Ergebnisse auf den ausgewerteten synthetischen Szenen visuell näher an der Referenz-GI als bei ausgewählten Vergleichsverfahren. Außerdem berichtet das Unternehmen für diese Szenen führende Ergebnisse bei PSNR, SSIM, LPIPS und FovVideoVDP.

Eine kompaktere Variante namens Ours-C nutzt Signale, die sich durch Inverse Rendering aus realen Bildern gewinnen lassen. AMD wertete diese Variante auch anhand realer Fotos aus.

Was der berichtete Messwert aussagt

Für ein 512 × 512 Pixel großes Bild benötigte der Prototyp auf einer NVIDIA GeForce RTX 3090 Berichten zufolge 0,29 Sekunden für den GI-Schritt; dabei wurden etwa 8–9 GB VRAM angegeben. Rechnerisch entspricht die Laufzeit rund 3,45 GI-Bildern pro Sekunde. Gemessen wurde die Beleuchtungsberechnung, nicht die Bildrate eines vollständigen Spiels.

Forschungsarbeit statt Radeon-Funktion

AMD veröffentlichte die Methode als Forschung zur generativen Beleuchtung. Die Veröffentlichung kündigt keine Integration in Radeon-Hardware, FSR oder ein konkretes Spiel an.