AST SpaceMobile plant mit Blacklift eine eigene Schwerlastrakete. Firefly Aerospace liefert dafür 36 Triebwerke und leistet drei Jahre technische Unterstützung. AST erhält eine Lizenz, die Triebwerke selbst herzustellen; das geistige Eigentum daran bleibt bei Firefly. Firefly beziffert den Vertrag auf mehr als 1,3 Milliarden US-Dollar. Firefly Aerospace

Was die Vereinbarung regelt

Für die ersten drei Raketen sind laut Firefly 27 Miranda-Triebwerke und neun Vira-Triebwerke in einer Vakuumvariante vorgesehen. Hinzu kommt technische Unterstützung über drei Jahre.

Die Gegenleistung besteht Firefly zufolge aus Geld und Stammaktien der Klasse A von AST SpaceMobile. Für die Aktien gelten verschiedene Sperrfristen. Die Lizenz gibt AST das Recht, die Triebwerke zu fertigen; Firefly behält das Eigentum an der zugrunde liegenden Triebwerkstechnologie.

Eine Fertigungslizenz erlaubt AST die Produktion, überträgt aber nicht das Eigentum an Fireflys Triebwerkstechnologie.

Firefly bezeichnet die Vereinbarung als bewusst nicht wettbewerbsorientiert und will weiterhin Regierungs- und Geschäftskunden bedienen. Das Unternehmen erklärte außerdem, der Vertrag solle zusätzliche Einstellungen, Ausrüstung, Materialien mit langen Beschaffungszeiten und mehrere neue Prüfstände in Briggs, Texas, unterstützen. Damit wolle Firefly seine Produktion und Erprobung ausbauen.

Was Firefly über die Miranda-Tests berichtet

Firefly gibt an, Miranda habe mehr als 175 Heißlauftests mit einer Gesamtdauer von über 4.200 Sekunden absolviert. Bei einem weiteren Test lief ein Miranda-Triebwerk mit 230.000 lbf Schub laut Firefly 226 Sekunden lang bei 110 Prozent Leistung. Das sind 20 Sekunden länger als die von Firefly angegebene nominale Flugdauer von 206 Sekunden.

Diese Testangaben beziehen sich auf Miranda. Blacklift ist weiterhin als Raketenprojekt geplant.

Wann Blacklift starten soll

PCMag berichtete am 6. November 2026, die ersten Blacklift-Starts seien für Ende 2028 vorgesehen. Pro Start solle die Rakete bis zu fünf BlueBird-Satelliten transportieren. Das ist ein gemeldetes Ziel für künftige Starts.

PCMag zufolge hatte AST SpaceMobile außerdem bereits externe Anbieter für Starts von mehr als 100 BlueBird-Satelliten in den Jahren 2027 und 2028 eingeplant. Blacklift wäre demnach eine spätere, parallele Startoption.

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