Ein Beschluss über eine höhere Ariane-6-Produktion fiel nicht: Laut einem Bericht vom 22. Oktober hatte die ESA bei ArianeGroup und Arianespace Daten zu einem möglichen Hochfahren der Produktion angefordert. ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher rechnete gegen Ende des Jahrzehnts wahrscheinlich mit einem Mangel an Ariane-6-Trägerraketen. Konkrete Schritte wollte die Agentur erst Anfang 2027 ergreifen, wenn belastbare Nachfrageprognosen vorliegen.

Was der P160C an Ariane 6 verändert

Der P160C enthält 156 Tonnen Treibstoff, 14 Tonnen mehr als der P120C. Nach Angaben der ESA kann er die Leistung von Ariane 6 um bis zu 15 Prozent steigern, entsprechend zwei Tonnen in einem niedrigen Erdorbit. Der P160C ist 14,5 Meter hoch und damit einen Meter höher als der P120C. Laut ESA ändern sich dadurch weder die Verbindung zum Kern der Rakete noch die Gesamthöhe des Boosters.

Die P160C-Booster flogen erstmals am 17. Juni 2026 auf Ariane-6-Flug VA269. Die Rakete brachte dabei 36 Satelliten von Amazon Leo ins All. Europropulsion entwickelte den P160C im Auftrag von ArianeGroup und Avio.

Wo P160C-Komponenten entstehen

Die Fertigung verteilt sich auf mehrere Länder; die ESA nennt diese Standorte für Bauteile und Vorbereitung:

Komponente oder ArbeitsschrittOrt
StrukturItalien
MotorventilFrankreich
ZündsystemNorwegen
Betankung und Vorbereitung der BoosterFranzösisch-Guayana

Ein Video zeigt frühere Fertigungsschritte des P120C

Der Film zeigt die P120C-Fertigung mit Wickelmaschinen, Prüfungen und horizontaler Motorintegration.

Amazing Space Videos veröffentlichte am 26. März 2020 einen Überblick über die P120C-Fertigung. Der Film führt vom automatischen Wickeln der Kohlefaserhülle und ihrer Aushärtung im Autoklaven über Prüfungen und den Treibstoffguss in Kourou bis zur Düsenfertigung und horizontalen Integration des Motors.