Ars Technicas Fahrbericht beschreibt den BMW i7 60 xDrive des Modelljahrs 2027 als komfortorientierte Elektrolimousine mit größerer Batterie, schnellerem Laden und überarbeitetem Cockpit. Die Reichweite von 344 bis 362 Meilen, umgerechnet etwa 554 bis 583 Kilometer, ist eine BMW-Angabe abhängig von der Radgröße. Bei der Erstfahrt wurde sie nicht gemessen. Ars Technica
Reichweitenzahlen werden erst dann wirklich vergleichbar, wenn Modelljahr und Testbedingungen zusammenpassen.
Mehr Batteriekapazität und höhere Ladeleistung
Der 2027er i7 60 xDrive hat laut Ars Technica eine Nettobatteriekapazität von 112,5 kWh. Beim Vorgängermodell waren es 101,7 kWh. Die elektrische Architektur bleibt bei 400 Volt. Die maximale DC-Ladeleistung steigt dem Bericht zufolge von zuvor 195 auf 250 kW; für eine Ladung von 10 auf 80 Prozent nennt Ars Technica etwa 28 Minuten. Außerdem hat das Modell einen NACS-Ladeanschluss.
Die kombinierte Leistung beträgt 400 kW, das Drehmoment 745 Nm. Ars Technica berichtet für den Sprint von 0 auf 60 mph, also rund 97 km/h, mit Launch Control 4,6 Sekunden. Die Zahlen versprechen kräftigen Vortrieb, bestimmen aber nicht den Charakter der Limousine allein.
Der Fahrbericht beschreibt eine ruhige, komfortbetonte Abstimmung
Ars Technicas Fahrer schildert den i7 als gelassen und auf Komfort ausgelegt. Die Lenkung sei präzise, die Traktion auf trockener Fahrbahn stabil und die Rekuperation sanft. Der Eindruck ist damit eher der einer souveränen Luxuslimousine als der einer besonders hart abgestimmten Sportlimousine.
Die Reichweite bleibt eine Herstellerangabe
BMW nennt für den i7 60 xDrive je nach Radgröße 344 bis 362 Meilen, also ungefähr 554 bis 583 Kilometer. Ars Technica konnte auf der Erstfahrt keinen geeigneten Reichweitentest durchführen. Die Angabe ist daher keine Messung des 2027er unter realen Fahrbedingungen.
Ältere i7-Ergebnisse liefern nur einen Eindruck davon, wie stark Messwerte von Modell und Test abhängen. Car and Driver ermittelte bei einem BMW i7 xDrive60 des Modelljahrs 2023 auf einer Autobahnfahrt mit 75 mph, rund 121 km/h, 310 Meilen beziehungsweise etwa 499 Kilometer. Der DC-Ladevorgang von 10 auf 90 Prozent dauerte an einer 350-kW-Ladesäule 47 Minuten; die durchschnittliche Ladeleistung betrug 102 kW, die Spitze 194 kW. Green Car Guide berichtete für einen früheren xDrive60 von 290 Meilen, rund 467 Kilometern, in einer Woche gemischter Winterfahrt. Das sind getrennte Ergebnisse unter unterschiedlichen Bedingungen, keine Reichweitenmessungen des neuen Modells.
Neue Displays, mit Einschränkungen im Fond
Im Cockpit kombiniert der i7 laut Ars Technica Panoramic iDrive am unteren Rand der Windschutzscheibe mit einem neuen, trapezförmigen Touchscreen. Ein separater Steuerrechner übernimmt das Infotainment; die Spracherkennung basiert auf Alexa. Der Fahrbericht hält spürbare Verzögerungen am Hauptbildschirm fest.
Der Fond-Theaterbildschirm ist 31,3 Zoll groß und bietet 8K-Auflösung. Filme füllen laut dem Fahrer wegen des Bildformats nur den mittleren Teil der Fläche. Auch der Blickwinkel fiel ihm wenig bequem aus: Für den Bildschirm müsse man den Kopf nach hinten neigen.
Einzelne Besitzerberichte betreffen ältere i7
In einem Reddit-Thread zu älteren i7 schilderten einzelne Besitzer einen Ausfall der Klimaanlagenpumpe, gelegentliches Knarzen am Fahrersitz, ein Klickgeräusch am Bildschirm und Reifenverschleiß. Die Berichte beziehen sich auf unterschiedliche ältere Fahrzeuge und Varianten; sie beschreiben Einzelfälle, keine Häufigkeit beim Modelljahr 2027.