Die ESA meldete am 14. Oktober 2026, dass die erste Elektronikversion des Rover Permittivity Sensor suite (RPS) gebaut und erfolgreich getestet wurde – an der Technical University of Munich (TUM) und im ESA-Zentrum ESTEC. Der Sensor soll Rashid-3 dabei helfen, mögliche Wassereisvorkommen im Mondboden aufzuspüren. ESA berichtet über den RPS und seine Entwicklung

Was nach den Tests geplant ist

Am 14. Oktober 2026 war die Elektronik laut ESA für den Versand an das Mohammed Bin Rashid Space Centre (MBRSC) später im Jahr bereit. Anschließend soll sie in ein Avionikmodell von Rashid-3 integriert werden. Damit wollen die Ingenieure prüfen, wie Instrument und Rover zusammenspielen.

Wie der Sensor nach Wassereis suchen soll

Der RPS soll direkt in eines der vier Räder von Rashid-3 integriert werden. Seine Sensoren messen, wie das Mondregolith – das lockere Material an der Oberfläche – auf elektrische Signale reagiert. Da sich die elektrischen Eigenschaften von trockenem Regolith und Wassereis unterscheiden, können die Messungen helfen, Gebiete mit möglichem Eis unter der Oberfläche zu erkennen.

Zusätzlich erfasst der RPS die Oberflächentemperatur. Sie ist wichtig, weil sich die elektrischen Eigenschaften von Regolith und Eis mit der Temperatur verändern. Messungen am Boden sollen Beobachtungen aus dem Orbit ergänzen und das Verständnis dafür verbessern, wo Wasser auf dem Mond vorkommt und wie zugänglich es ist.

Rashid-3 soll frühestens 2029 starten

Für Rashid-3 plant die ESA einen Flug in die südliche Polarregion des Mondes, frühestens 2029. Dort soll der Rover mit dem RPS die Mondoberfläche und den flachen Untergrund untersuchen.