Google kündigte am 22. Oktober 2026 an, dass die Sprachübersetzung in Google Meet 63 Sprachen auf Web, Android und iOS unterstützt. Der Rapid-Release-Rollout startete laut Google am selben Tag. Meet erkennt die gesprochene Sprache automatisch und übersetzt sie in die bevorzugte Sprache der einzelnen Zuhörer. Dazu kommen synchronisierte Untertitel und die Möglichkeit, mehrere Sprachen in einem Meeting zu verwenden oder während des Gesprächs die Sprache zu wechseln.
So funktioniert die Übersetzung im Meeting
Google nennt Gemini 3.5 Live Translate als technische Grundlage. Jede teilnehmende Person kann die Sprachübersetzung für sich einschalten, die bevorzugte Hörsprache wählen und Sprachen angeben, die sie bereits versteht. Diese Sprachen übersetzt Meet für sie nicht. Die Übersetzung der eigenen Stimme für andere ist ebenfalls eine persönliche Entscheidung. Zu Beginn eines Meetings ist die Sprachübersetzung für einzelne Teilnehmende ausgeschaltet.
Google Meet-Hardware in einem Konferenzraum kann Übersetzungen entfernter Teilnehmender wiedergeben. Sprache aus dem Raum wird für die übrigen Meeting-Teilnehmenden jedoch nicht übersetzt.
Google Translate bietet in seiner Mobil-App eine eigene Live-Übersetzung gesprochener Gespräche. Meet integriert die Übersetzung dagegen in Videobesprechungen.
Wer die Funktion nutzen kann
Bei einer geplanten Besprechung braucht der Gastgeber einen berechtigten Tarif. Gäste können dann ebenfalls die Übersetzung nutzen, auch wenn sie selbst keinen berechtigten Tarif haben. Bei einem direkten Einzelgespräch reicht es, wenn eine der beiden Personen einen solchen Tarif hat.
Google nennt Google AI Pro und Google AI Ultra sowie Google Workspace Business Standard und Plus, Enterprise Standard und Plus und Frontline Plus. Ebenfalls aufgeführt sind Google AI Pro for Education, AI Expanded Access und AI Ultra Access.
Für berechtigte Workspace-Organisationen ist die Funktion verfügbar, wenn die Gemini-Einstellung für Meet in der Admin-Konsole aktiviert ist. Administratoren können sie für die gesamte Organisation, Organisationseinheiten oder Gruppen ein- und ausschalten.
Google sagt, dass Meet keine Sprachdaten speichert und keine Modelle mit der Stimme eines Nutzers trainiert. Nutzende können selbst entscheiden, ob ihre Stimme übersetzt wird, und diese Einstellung ändern.
Zeitlimits und nicht unterstützte Besprechungen
Die maximale Übersetzungsdauer hängt vom Tarif ab. Für berechtigte Basis-Workspace-Tarife und Google AI Pro nennt Google höchstens 90 Minuten pro Meeting. AI Expanded Access, AI Ultra Access und Google AI Ultra erlauben bis zu acht Stunden.
| Tarifgruppe | Maximale Übersetzungsdauer pro Meeting |
| Berechtigte Basis-Workspace-Tarife und Google AI Pro | 90 Minuten |
| AI Expanded Access, AI Ultra Access und Google AI Ultra | 8 Stunden |
Google Meet unterstützt die Sprachübersetzung nicht in Livestreams, Aufzeichnungen, Meetings mit clientseitiger Verschlüsselung, Einwahl- oder Drittanbieter-Interoperabilitätsanrufen und bei adaptivem Audio. Für die Funktion gelten außerdem regionale und altersbezogene Beschränkungen.
Google weist darauf hin, dass die übersetzte Sprache aus Gründen der Vollständigkeit einige Sekunden verzögert sein kann. Fehler bei Grammatik oder Übersetzung, unverständliche Wörter, unerwartete Akzente und eine schwankende Qualität bei schlechter Verbindung können ebenfalls auftreten.
Rollout nach Freigabekanal
Für Domains mit Rapid Release setzte Google den vollständigen Rollout ab dem 22. Oktober 2026 an. Bis die Funktion sichtbar wurde, konnten laut Googles Zeitplan ein bis drei Tage vergehen. Den Start für Domains mit Scheduled Release plante Google für den 2. November 2026; dort sollte die Sichtbarkeit bis zu 15 Tage dauern.