Intel-Chef Lip-Bu Tan schätzte den internen Umbau des Konzerns auf 80 Prozent abgeschlossen. Das berichtete Calcalist Tech am 18. Oktober 2026 über ein Interview, das Tan zuvor im selben Monat in Tokio dem Nikkei gab. Calcalist Tech ordnete die Zahl der internen Restrukturierung zu.
Tan sagte außerdem, seit seinem Amtsantritt als CEO im März 2025 einen großen Teil der Führungsspitze neu besetzt zu haben. Dazu zählt Seok-Hee Lee, zuvor CEO von SK Hynix.
Ein separater Plan betraf den Stellenabbau: Die Associated Press berichtete, Intel wolle 2024 rund 15 Prozent der Belegschaft abbauen, etwa 15.000 Stellen. Der Bericht erschien am 1. August 2024 bei The Business Journal. Dieser Plan bezog sich auf die Beschäftigtenzahl; Tan beschrieb mit den 80 Prozent den Fortschritt des internen Umbaus.
Der Foundry-Ausbau bleibt eine eigene Aufgabe
Tan trennte die organisatorische Neuordnung von Intels längerfristiger Herausforderung in der Auftragsfertigung, dem Foundry-Geschäft. Als historischen Vergleich führte er an, TSMC habe 10 bis 20 Jahre gebraucht, um zum führenden Auftragsfertiger für Chips aufzusteigen. Diese Zeitspanne beschreibt TSMCs Entwicklung, nicht einen Zeitplan für Intel. Zur Einordnung von TSMCs Ausbaukontext hat NeoTeo auch über Fabrikpläne und fehlende Arbeitskräfte bei TSMC berichtet.
Als mögliche Wachstumsfelder nannte Tan fortschrittliche Chipverpackung für KI-Prozessoren und kundenspezifische ASICs. ASIC steht für einen anwendungsspezifischen integrierten Schaltkreis, der für einen bestimmten Einsatzzweck entwickelt wird. Tan bezeichnete diese Bereiche als Potenziale für Intel.