Steam bietet einen kostenlosen Client zur Verwaltung von Spielen, die über diesen Dienst erworben wurden. Jeder Emulator hat jedoch seine eigene Methode zum Spiele starten, und dasselbe gilt für andere Optionen wie DOSBox. Um all diese Plattformen unter einem Dach zu vereinen, bietet die Anwendung LaunchBox eine einfache Benutzeroberfläche und ein sehr präzises Metadaten-Sammelsystem, das die Details jedes Spiels, einschließlich Beschreibung und verfügbarer Screenshots, aktuell hält.
Derzeit besitze ich auf meinem Hauptrechner eine Kopie von Nestopia (Nintendo NES), eine von CCS64 (Commodore 64) und ein paar weitere installierte Spiele, zusätzlich zu meiner Steam-Bibliothek. Jede dieser Umgebungen manuell zu starten, sei es per Doppelklick auf eine Verknüpfung oder durch Aufsuchen des entsprechenden Ordners, ist mühsam. Bei so wenigen Spielen wie in meinem Fall ist das keine große Herausforderung, aber wahrscheinlich möchten einige Benutzer ihre Spiele präziser verwalten, vielleicht so wie MAME es tut, mit einigen grafischen Verbesserungen und mehr technischen Informationen zu jedem Titel.
LaunchBox stellt sich vor
Hier kommt LaunchBox ins Spiel. Die Installation ist fast portabel (der gesamte Inhalt wird in einem eigenen Ordner in „Eigene Dokumente“ gespeichert), und die Benutzeroberfläche ist recht ansprechend, indem sie eine Kopie des Desktop-Hintergrunds verwendet, um darauf jedes registrierte Spiel zu platzieren. LaunchBox ist jedoch viel mehr als ein einfacher Verwalter. Es verfügt außerdem über zwei integrierte Builds von DOSBox und ScummVM, die das Ausführen alter DOS-Spiele unter modernen Windows-Versionen erheblich erleichtern. Die Metadaten stammen aus einer lokalen Datenbank (ziemlich vollständig, muss ich zugeben), dem Dienst TheGamesDB.net und Wikipedia, während Bilder und Fan-Art direkt aus dem Web bezogen werden.
LaunchBox bietet die Möglichkeit, installierte Spiele von Steam zu importieren, aber das erfordert, dass man sein Profil öffentlich macht. Das Programm bietet außerdem eine Premium-Version, mit der man die Benutzeroberfläche anpassen und sie unter anderem mit einem Gamepad steuern kann. Die Lizenz ist ziemlich teuer, etwa 20 Dollar pro Jahr, also ist sie außer zur Unterstützung der Entwickler nicht sehr empfehlenswert.