Meta führte die irrtümliche Sperrung des Instagram-Kontos der No Kings Coalition auf intensive Lesezugriffe eines Claude-Tools zurück. Vizepräsident Andy Stone gab diese Erklärung am 18. Oktober ab; Bloomberg berichtete darüber in einem von Yahoo Finance veröffentlichten Artikel.

Was Meta als Auslöser nannte

Laut Meta rief das Tool in kurzen, intensiven Schüben Profile, Beiträge und Hashtags auf Instagram ab. Die Anfragen hätten etwa das Vierfache der üblichen Rate erreicht und für Metas automatisiertes Sicherheitssystem wie Bot-Verkehr gewirkt. Das System sperrte daraufhin das Konto. Stone erneuerte zugleich Metas Entschuldigung.

Am 17. Oktober hatte Meta zunächst ungewöhnlich häufiges Posten, Teilen oder Kommentieren als Grund genannt. Am folgenden Tag verwies das Unternehmen auf Lesezugriffe. Die Erklärung beschreibt Zugriffe eines Claude-Tools auf Instagram-Inhalte; die Sperre selbst verhängte Metas Sicherheitssystem.

Wie der Zugang zurückkehrte

Die No Kings Coalition schrieb am 17. Oktober in ihrem Instagram-Beitrag, Meta habe das Konto gegen 13:30 Uhr ET entfernt. Die Organisation erklärte, sie habe damals weder einen Hinweis noch eine Erklärung erhalten. Die Sperre fiel auf den landesweiten Aktionstag No Kings: Vote Early vor den Zwischenwahlen am 3. November. Die Coalition bezeichnete Instagram als wichtigen Kanal für die Kommunikation mit Unterstützern.

Laut Bloomberg stellte eine automatisierte Prüfung etwa eine Stunde später fest, dass das Konto nicht hätte entfernt werden sollen, und stellte seine öffentliche Sichtbarkeit wieder her. Die Seite war insgesamt etwa 90 Minuten nicht öffentlich erreichbar. Die No Kings Coalition meldete, dass ihre Administratoren am 17. Oktober um 17:33 Uhr ET wieder vollständigen Zugang hatten.

In einer Diskussion auf r/politics hinterfragten Nutzer Metas Erklärung und diskutierten die Verantwortung für automatisierte Moderation.