Am 28. September 2026 wurde bekannt, dass Microsoft einen Fehler bei einigen abgelaufenen Microsoft 365 Business Premium-Abos für gemeinnützige Organisationen bestätigte. Der Fehler löschte Daten, die nach dem Abo-Ende noch vorhanden waren – falls es solche Daten gab – vor Ablauf der Aufbewahrungsfrist. Microsoft zufolge scheiterten die Wiederherstellungsversuche; die durch den Fehler gelöschten Daten ließen sich nicht zurückholen.

Was Microsoft über Umfang und Wiederherstellung sagt

Microsoft konnte nicht feststellen, welche Daten möglicherweise gelöscht wurden oder ob es in jedem betroffenen Fall zu einer Löschung kam. Auch die Zahl der betroffenen Organisationen nannte das Unternehmen nicht.

Der bestätigte Vorfall betrifft Daten, die mit einigen abgelaufenen Microsoft 365 Business Premium-Abos verbunden waren. Microsoft nannte weder die Ursache des Fehlers noch den Zeitpunkt der Löschungen.

Der Hintergrund: auslaufende Nonprofit-Lizenzen

Microsoft kündigte im Mai 2025 das Ende der kostenlosen Nonprofit-Zuschüsse für Microsoft 365 Business Premium und Office 365 E1 an. Business-Premium-Lizenzen liefen jeweils mit der nächsten Verlängerung aus. Für bestehende Office 365 E1-Zuschüsse nannte Microsoft den 1. Juli 2025 als Einstellungstermin; auch sie endeten bei der nächsten Verlängerung. Microsoft empfahl gemeinnützigen Organisationen, Nutzer vor der Kündigung auf ein anderes berechtigtes Angebot umzustellen.

Für berechtigte gemeinnützige Organisationen bietet Microsoft bis zu 300 Microsoft 365 Business Basic-Lizenzen als Zuschuss an. Auf viele Angebote für gemeinnützige Organisationen gibt es Rabatte von bis zu 75 Prozent.

Allgemeine Aufbewahrungsfristen und neue Microsoft-365-Umgebungen

Für regulär auslaufende Microsoft-365-Geschäftsabos sieht die allgemeine Anleitung üblicherweise vor, dass Daten 90 Tage in einem deaktivierten Zustand verbleiben. Spätestens nach 180 Tagen werden sie endgültig gelöscht. Für die durch den gemeldeten Fehler gelöschten Daten sagte Microsoft jedoch, dass Wiederherstellungsversuche gescheitert seien.

Microsoft bot betroffenen Organisationen ein kostenloses Gespräch mit einem Spezialisten an, um eine neue Microsoft-365-Umgebung einzurichten und Fragen zu beantworten.