Microsoft führt die Azure-Verbindungs- und Netzwerkmanagementprobleme vom 30. September bis 1. Oktober 2026 auf mehrere zusammenwirkende Faktoren zurück. Die Beeinträchtigungen beginnen laut Microsoft um 20:30 Uhr UTC; am 1. Oktober um 02:15 Uhr UTC bestätigt das Unternehmen die Eindämmung. Das Vorfallfenster beträgt 5 Stunden und 45 Minuten, doch die Auswirkungen unterscheiden sich je nach Kunde und Ressource.
Was beim Azure-Vorfall geschieht
Betroffen ist eine Teilmenge der Kunden, die Azure-Gatewaydienste nutzen. Microsoft zufolge kommt es bei einigen zu eingeschränkter oder unterbrochener Netzwerkverbindung sowie zu Fehlern oder Verzögerungen bei Netzwerkverwaltungsabläufen.
Die Zeitspanne von 5 Stunden und 45 Minuten beschreibt den Vorfall insgesamt. Sie entspricht nicht zwingend der Dauer einer Unterbrechung bei einzelnen Kunden oder Ressourcen.
Wie die Gateway-Verwaltung zur Störung beiträgt
Eine Änderung an einem regionalen Gateway-Verwaltungsdienst löst laut Microsoft eine höhere Last als erwartet aus. Gleichzeitig läuft die Betriebssystemwartung schrittweise in mehreren Regionen. Microsoft beschreibt diese Wartung als unabhängig von der Änderung am Gateway-Verwaltungsdienst.
Die zusätzliche Arbeitslast erhöht den Bedarf bei abhängigen Diensten. Dadurch können regionale Dienste nicht wie erwartet hochskaliert werden – also zusätzliche Kapazität bereitstellen, wenn die Nachfrage steigt. Diese Faktoren tragen nach Microsofts Einschätzung gemeinsam zu den Verbindungs- und Netzwerkmanagementproblemen bei.
Betroffene Dienste und Microsofts Reaktion
Microsoft führt folgende Dienste als betroffen auf: Azure ExpressRoute Gateway, Azure Firewall, Azure Application Gateway, Web Application Firewall, Azure VPN Gateway und Azure VMware Solution.
Microsoft setzt die Änderung am Gateway-Manager zurück. Dadurch sinkt die Last auf diesem Dienst, und die betroffenen Dienste können sich erholen. Um 02:15 Uhr UTC am 1. Oktober bestätigt Microsoft die Eindämmung des Vorfalls.