NBC Montana berichtete am 26. Oktober 2026, Montana State University habe eine NASA-Förderung von 3 Millionen US-Dollar erhalten, um das Projekt ASCEND zu leiten. Das Forschungsvorhaben soll untersuchen, wie sich die Höhe und Verteilung von Waldbrandrauch auf die Luftqualität in Windrichtung, den Schadstofftransport und Satellitenbeobachtungen auswirken. Die beschriebenen Messungen sind geplant; vier koordinierte Kampagnen sind für 2028 vorgesehen.
Was ASCEND über Waldbrandrauch untersuchen soll
Im Zentrum steht die Frage, wie sich Rauch und andere Luftschadstoffe in verschiedenen Höhen verteilen und was diese vertikale Struktur für die Luftqualität weiter entfernt vom Brand bedeutet. ASCEND will außerdem untersuchen, wie sich solche Schichten in Satellitendaten abbilden und wie Schadstoffe über längere Strecken transportiert werden.
Der Forschungsplan umfasst sieben Fragen. Dazu gehören Messungen von Feinstaub der Kategorien PM2.5 und PM10, Vergleiche mit Satellitenbeobachtungen der NASA-Mission TEMPO und mit AERONET-Daten sowie die Frage, wie Gelände, Landschaft und stabile Luftschichten die Belastung nahe dem Boden beeinflussen. Auch soll geprüft werden, wie Bewegung, Luftströmung und die Position eines Sensors dessen Messwerte verändern können. Das sind Forschungsziele, keine bereits vorliegenden Ergebnisse.
Welche Aufgaben die Messplattformen übernehmen sollen
Die Plattformen sollen unterschiedliche Höhen und Messaufgaben abdecken. Radiosonden und kleinere Ballons sind für Profile von Temperatur, Luftdruck, Feuchtigkeit und Wind vorgesehen. Höhenballons sollen Partikel und weitere Luftschadstoffe in höheren Atmosphärenschichten erfassen. Starrflügler-Drohnen können geplante horizontale Messstrecken abfliegen, Multikopter sollen vertikale Profile in der unteren Atmosphäre aufnehmen. Messgeräte am Boden und NASA-Datensätze sollen zusätzliche Vergleichswerte liefern.
NBC Montana bezifferte die geplante Reichweite der Ballonmessungen vom Boden bis auf rund 30,5 Kilometer. Für Drohnen nannte der Sender eine Höhe von bis zu 122 Metern über Grund. Die Angaben beziehen sich auf verschiedene Plattformen und Messbereiche.
Wie die studentischen Teams arbeiten sollen
Laut NBC Montana sollen 40 studentische Teams an Hochschulen und Community Colleges in den USA ausgewählt werden. Bewerbungen zur Teilnahme sollten im Januar 2027 beginnen. Die Studierenden sollen Messplattformen bauen oder integrieren, Daten erheben und auswerten sowie Ergebnisse vermitteln. Lehrende betreuen die Teams; regionale Hochschulverantwortliche sollen mehrere Gruppen koordinieren und technische Unterstützung leisten.
Zum geplanten Ablauf gehört auch die Qualitätsprüfung: Teams sollen Feinstaubsensoren unter kontrollierten Bedingungen mit Referenzmessungen vergleichen und untersuchen, welchen Einfluss etwa Aufstiegsgeschwindigkeit, Vibration, Luftstrom und Sensorposition haben. Die Messbedingungen und die Datenqualität sollen dokumentiert werden. Gemeinsame Flugdaten, GIS-Karten und dokumentierte offene Forschungsprodukte sind als spätere Ergebnisse vorgesehen.
Die vier für 2028 geplanten Messkampagnen sollen die Teams zusammenführen. Die Forschung ist außerdem darauf ausgerichtet, die satellitengestützte Luftschadstoffbeobachtung der NASA-Mission TEMPO zu unterstützen.