Am 30. September 2026 wurde berichtet, NASA habe den Grenzwert von 1964 für Biokontamination bei jeder Marsmission sofort wieder eingeführt: Die Wahrscheinlichkeit einer Kontamination durch irdische Mikroorganismen soll unter 1 zu 10.000 liegen. Der Wert gilt als Grenze pro Mission, nicht als konkrete Risikoberechnung für Perseverance.

Planetenschutz soll verhindern, dass Raumfahrzeuge irdische Mikroorganismen auf andere Himmelskörper übertragen und damit die Suche nach möglichem einheimischem Leben erschweren.

NASA soll den Grenzwert von 1964 wieder eingeführt haben

Der berichtete Grenzwert liegt bei weniger als einer Chance von 1 zu 10.000, dass eine Marsmission eine biologische Kontamination verursacht. Damit greift NASA den Zahlenwert einer COSPAR-Resolution von 1964 auf. Diese bezog sich auf die Gefahr, potenziell bewohnbare oder bewohnte Welten mit irdischem Leben zu kontaminieren, das sich zwischen Planeten ausbreiten kann.

COSPAR kodifizierte 1969 strengere Planetenschutzregeln. NASA plante, die wissenschaftlichen und technischen Grundlagen für die Bewertung des Kontaminationsrisikos neu zu prüfen und die Vorgaben an den tatsächlichen Risiken auszurichten.

Empfehlungen waren für Dezember 2026 vorgesehen

NASA wollte die Bewertung bis Dezember 2026 abschließen und Empfehlungen vorlegen lassen. Diese könnten auch einen noch niedrigeren Grenzwert vorschlagen.

Schutz für die Suche nach Leben soll bestehen bleiben

Missionen, die nach früherem oder gegenwärtigem Leben auf dem Mars suchen, sollten nach einer NASA-Aussage weiterhin Schutzanforderungen erfüllen, die zu ihren Untersuchungen passen. Dazu zählt Perseverance. In einigen vom Rover untersuchten Gesteinen wurden mögliche uralte Biosignaturen beschrieben.