OpenAI bat im September 2026 drei Sicherheitsforscher, ihre privaten Smartphones zu entsperren, während das Unternehmen dem Verdacht auf eine Weitergabe interner KI-Modelldesigns nachging. Das berichtete das Wall Street Journal am 23. Oktober. In einigen Signal-Chats mit einem externen KI-Sicherheitsforscher war dem Bericht zufolge das automatische Löschen von Nachrichten aktiviert. Eine Woche nach den Telefonprüfungen entließ OpenAI die drei Forschenden.

Was das WSJ über Telefone und Signal berichtete

OpenAI verdächtigte die drei laut WSJ, interne Entwürfe von KI-Modellen an einen externen KI-Sicherheitsforscher weitergegeben zu haben. Sicherheitsmitarbeiter baten die Forschenden, ihre privaten Telefone zu entsperren. In einigen Signal-Chats mit dieser Person war laut dem Bericht eingestellt, dass Nachrichten automatisch gelöscht werden.

Eine Woche später folgten die Entlassungen

Die Telefonprüfungen fanden dem Bericht zufolge im September statt. Eine Woche später wurden die drei Forschenden gleichzeitig um 14 Uhr zu Gesprächen gebeten und entlassen. NeoTeo hatte zuvor die Entlassungen und den Streit um ihre Gründe eingeordnet; der WSJ-Bericht ergänzt diese Vorgeschichte um die Telefonprüfungen und Signal-Chats.

OpenAI und die Forschenden schildern unterschiedliche Gründe

OpenAI erklärte laut CNN, die Entlassungen beträfen Verstöße gegen Richtlinien zum Umgang mit sensiblen Informationen. Das Unternehmen sagte dem Bericht zufolge auch, es sei um Verhalten gegangen, das über den Umgang mit Informationen einer externen Evaluierungsgruppe hinausging. AFP berichtete, OpenAI habe bestritten, die drei wegen geäußerter Sicherheitsbedenken entlassen zu haben.

Tomek Korbak sagte, OpenAI habe ihm einen Vertrauensbruch wegen Kontakten zu Dritten über nicht genehmigte Kanäle vorgeworfen. Zugleich habe er Bedenken dazu geäußert, wie sich KI-Agenten überwachen lassen. Mikita Balesni zufolge habe man ihm vorgeworfen, zu viel mit externen Sicherheitsorganisationen gesprochen zu haben; er selbst sah die Entlassungen als Folge davon, dass die Forschenden Sicherheit über kurzfristige Unternehmensinteressen gestellt hätten. Jasmine Wang sagte, als Grund sei ihr Zugriff auf das E-Mail-Konto einer Führungskraft genannt worden. Die drei widersprachen damit OpenAIs Darstellung der Entlassungen.