Die Financial Times berichtete am 4. November 2026, Oracle habe einen geplanten Cloud-Leasingvertrag mit Tencent abgesagt. US-Beamte hätten Bedenken gegen die Vereinbarung geäußert. Reuters konnte den Bericht zunächst nicht unabhängig bestätigen, wie der damalige Reuters-Bericht festhielt.

Tencent sollte Rechenleistung aus Oracle-Rechenzentren in Südostasien aus der Ferne nutzen.

Geplant war ein fünfjähriger Zugriff auf KI-Rechenleistung

Der Vertrag sollte nach den Berichten rund fünf Jahre laufen und etwa 7 Milliarden US-Dollar wert sein. Vorgesehen waren ungefähr 100.000 fortgeschrittene KI-Chips in mehreren Oracle-Rechenzentren in Südostasien. Tencent sollte die Rechenkapazität aus der Ferne anmieten. NeoTeo berichtete zuvor über die geplante Vereinbarung; die neue Meldung betrifft deren berichtete Absage. Die Vertragsangaben gehen auf einen Bericht von Infobae zurück.

Welche politischen Bedenken genannt wurden

Dem Reuters-Bericht zufolge hatten US-Beamte Oracle auf Bedenken zur Vereinbarung hingewiesen. Separat sollen ranghohe Beamte aus Guangdong Tencent dazu gedrängt haben, Chips aus chinesischer Produktion zu unterstützen. Die Berichte stellen diese Vorgänge als politischen Kontext dar.

Die genannten Mietpreise ergeben eine andere Rechnung

Infobae nannte für das geplante Leasing einen geschätzten Preis von 1,60 US-Dollar je Chipstunde. Als Vergleich führte der Bericht einen separaten Richtwert von 2,35 US-Dollar pro Stunde für Nvidia-H100-Chips bei einem Einjahresvertrag an. Infobae bezeichnete den ersten Wert als rund 43 Prozent niedriger. Aus den beiden Zahlen ergeben sich rechnerisch jedoch 31,9 Prozent: (2,35 − 1,60) ÷ 2,35 × 100. Der Vergleich ist zudem nicht gleichartig, weil für das geplante Tencent-Leasing ein Fünfjahreszeitraum genannt wurde und das Chipmodell dort nicht benannt war.