Die Sandisk NAS 800 mit 1,92 TB hielt beim Schreiben rund 4 GB/s eine Stunde lang – gemessen von Tom’s Hardware in einem am 11. Oktober 2026 veröffentlichten Test. Zuvor erreichte das geprüfte Laufwerk in der kurzen pSLC-Phase etwa eine Sekunde lang rund 12 GB/s; danach schrieb es direkt auf TLC mit knapp unter 4 GB/s. Das macht die SSD vor allem für lange Schreiblasten interessant, nicht automatisch für jeden NAS- oder PC-Einsatz.
Was nach dem Schreibcache passiert
Ein pSLC-Cache nutzt TLC-Speicherzellen vorübergehend im schnelleren SLC-Modus. Ist dieser Puffer gefüllt, schreibt die SSD direkt auf TLC. Im 15-minütigen Iometer-Test von Tom’s Hardware fiel die Schreibrate nach dem kurzen pSLC-Schub auf knapp unter 4 GB/s. In einem separaten Dauertest hielt das geprüfte 1,92-TB-Exemplar etwa 4 GB/s eine Stunde lang. Tom’s Hardware beschreibt Testmethode und Messwerte.
Sandisk nennt für die 1,92-TB-Version eine sequenzielle Schreibgeschwindigkeit von bis zu 13.200 MB/s. Das ist ein Hersteller-Maximalwert und nicht die Schreibrate nach dem Cache oder über eine Stunde. Für lange Transfers ist deshalb der gemessene Dauerwert die aussagekräftigere Orientierung.
Warum der 50-GB-Test anders ausfällt
Bei einem 50-GB-DiskBench-Datensatz mit 31.227 Dateien nahm der kleine Cache nur etwa das erste Viertel der Schreibdaten auf. Tom’s Hardware maß beim Schreiben rund 20 Prozent weniger Leistung als bei den anderen getesteten Gen-5-SSDs. Beim Kopieren lag die NAS 800 36 Prozent hinter der WD Black SN8100 im Test mit derselben Hardware. Die Redaktion ordnete den 50-GB-Ablauf als ungünstig für das auf anhaltendes Schreiben ausgelegte Laufwerk ein.
Auch in PCMark 10 und 3DMark Storage lag die NAS 800 laut Tom’s Hardware hinter der WD Black SN8100: um 26 beziehungsweise 21 Prozent. Bei zufälligen 4-KB-Zugriffen mit geringer Warteschlangentiefe gehörte sie dagegen zu den schnellsten getesteten Laufwerken. Das Profil ist damit klar workloadabhängig: Lange Schreibvorgänge passen besser zu ihrem Schwerpunkt als gemischte Desktop-Aufgaben und kürzere Dateiaktionen.
Ausdauer, Ausstattung und Stromausfallschutz
Für das 1,92-TB-Modell gibt Sandisk eine Ausdauer von 3.500 TBW und eine beschränkte Garantie von fünf Jahren an. Die TBW-Einstufung basiert auf dem JEDEC-Client-Workload JESD219. Sandisk führt die kapazitätsspezifischen Leistungs- und Ausdauerwerte auf der Produktseite auf.
Bei dem untersuchten Exemplar identifizierte Tom’s Hardware einen Silicon-Motion-SM2508-Controller, 2 GB LPDDR4-DRAM und 218-lagigen BiCS8-TLC-Flash. Die Redaktion berichtet außerdem, dass der NAS 800 Hardware zum Schutz vor Stromausfällen fehlt, etwa eine Kondensatoranordnung. Wer diesen Schutz als Auswahlkriterium benötigt, kann laut Tom’s Hardware die Addlink NAS D60 als Alternative mit entsprechender Hardware berücksichtigen.
Temperatur und Effizienz im Test
Im Temperaturtest bei etwa 22 °C Umgebungstemperatur blieb die Spitze laut Tom’s Hardware unter 70 °C. Die Redaktion bewertete die Energieeffizienz im Vergleich zur WD Black SN850X als schwächer und insgesamt für Gen-4- wie Gen-5-Laufwerke als unterdurchschnittlich. Sie ordnete dieses Ergebnis auch im Zusammenhang mit dem kleinen pSLC-Cache und dem direkten Schreiben auf TLC ein.
Damit passt die NAS 800 am ehesten zu einem NAS, in dem hohe Ausdauer und lange, gleichmäßige Schreiblasten wichtig sind. Für viele NAS-Aufgaben, die ihre hohe Bandbreite und Ausdauer nicht benötigen, hält Tom’s Hardware Gen-4-SSDs für eine sinnvolle Alternative.