Ein am 6. Oktober 2026 veröffentlichter Bericht über einen Steam-Deck-Test von bbport schilderte deutliche Grafikartefakte und kaum Verbesserungen gegenüber Emulation. Das Linux-Projekt führt die CPU-Anweisungen des Spiels direkt aus, übersetzt die Grafik aber über einen stark angepassten, von shadPS4 abgeleiteten Vulkan-Renderer.

Was der Steam-Deck-Test berichtet

Englischsprachiges Gameplay-Video: Bloodborne auf dem Steam Deck OLED mit FSR 3 Performance, FSR 3 Quality, ohne Upscaling und mit LSFG-VK 2X

Der Bericht beschreibt eine qualitative Beobachtung aus einem einzelnen Testlauf. Ein ergänzendes Gameplay-Video zeigt Bloodborne auf einem Steam Deck OLED mit verschiedenen Grafikoptionen:

Wie bbport CPU und Grafik verarbeitet

bbport zielt auf Bloodborne für PS4, CUSA03173, Version 1.09, unter Linux auf x86-64-Systemen. Das Projekt führt den x86-64-Spielcode direkt auf der CPU aus; eine eigene Laufzeitumgebung übernimmt die vom Spiel benötigten PS4-Systembibliotheken.

Bei der Grafik ist der Weg ein anderer: bbport übersetzt sie nach Vulkan und verwendet dafür einen stark angepassten Renderer samt Shader-Recompiler, der auf shadPS4 basiert. „Nativ“ beschreibt hier also nicht denselben technischen Ansatz für CPU und Grafik.

Projektstatus und Upscaling

Das Projekt bezeichnet bbport als experimentell und spielbar. Einen vollständigen Spieldurchlauf hat es nicht verifiziert. Als gründlich getestete Konfiguration nennt das Projekt einen Linux-PC mit AMD Radeon RX 7800 XT und Mesa/RADV.

Für bbport führt das Projekt FSR 3.1, FSR 4 und FSR 4.1.1 auf. Für die Ausgabe auf dem Steam Deck nennt es 1280 × 720 Pixel; das 16:9-Bild lässt auf dem 1280 × 800 großen Display schmale Balken.

Die DLSS-Demonstration betrifft ein anderes Projekt

Ein Community-Beitrag vom 5. Oktober 2026 beschrieb eine separate Demonstration mit einer modifizierten shadPS4-Version: Bloodborne wurde mit DLSS-Preset L von 360p auf 4K hochskaliert. Diese Demonstration lief nicht mit bbport; dessen Projektbeschreibung führt FSR-Versionen auf.