Am 28. September 2026 wurde über mehr als 150 operative KI-Anwendungen bei Telefónica Deutschland berichtet. Parallel dazu plant der deutsche Telekommunikationsanbieter laut Berichten den Abbau von bis zu 1.100 Vollzeitstellen bis Ende 2026 und die Schließung von rund 60 O2-Shops.

KI in Netzbetrieb und internen Abläufen

Die berichteten Einsatzfelder reichen vom Netzbetrieb und Kundenservice bis zu Personalisierung und internen Prozessen. Die Zahl von mehr als 150 Anwendungen bezieht sich auf Telefónica Deutschland.

Telefónica Deutschland beschrieb NOA am 19. März 2026 als KI-Assistenten für Netzingenieure. Er soll bei der Analyse von Netzproblemen helfen und Vorschläge für die Fehlersuche liefern. Daneben können KI-Funktionen, die Frequenzbänder und Kapazitäten im Antennennetz an die Nachfrage anpassen, nach Angaben des Unternehmens die dortigen Stromkosten um rund 10 Prozent senken.

Zwei Zeiträume für den Stellenabbau

Der berichtete Plan sieht bis Ende 2026 den Abbau von bis zu 1.100 Vollzeitstellen vor. Eine separate, am 14. August veröffentlichte Projektion aus einem internen Dokument bezifferte den möglichen Abbau bis 2028 auf rund 1.650 Stellen. Die zusätzlichen 550 Vollzeitstellen für 2027 und 2028 waren darin als vorläufig gekennzeichnet. Telefónica äußerte sich nicht zu einzelnen Maßnahmen oder deren Zeitplan.

Der Umbau umfasst auch vereinfachte Abläufe und mehr KI. Als weitere Faktoren werden der Wegfall des Großhandelsgeschäfts mit 1&1 und die Digitalisierung des Vertriebs genannt. Eine bestimmte Zahl der Stellen ist keinem einzelnen Faktor zugeordnet.

Deutsches Sparziel und Konzernstrategie

Für die Restrukturierung in Deutschland wird ein Sparziel von rund 185 Millionen Euro pro Jahr ab 2028 genannt. Es handelt sich um einen künftigen Zielwert. Davon getrennt verfolgt Telefónica S.A. konzernweit das Ziel, 2028 bis zu 2,3 Milliarden Euro und 2030 bis zu 3 Milliarden Euro an Bruttoeffizienzgewinnen zu erzielen.

Was die Konzernstrategie für Spanien vorsieht

Telefónica S.A. führt Spanien neben Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Brasilien als Schwerpunktmarkt. Die Konzernstrategie nennt jedoch keine vergleichbaren Stellen- oder Filialabbauziele für Spanien.