Interne Meta-Notizen aus dem März 2023 sollen laut The Guardian und The Verge eine Idee beschreiben, Akademiker gegen den Sozialpsychologen Jonathan Haidt aufzubringen. Ob Meta diese Ideen umsetzte, ist unklar. Die Berichte beziehen sich auf Notizen, die in einem US-Verfahren von Schulbezirken gegen Meta zitiert wurden.

Was in den Notizen stehen soll

Die Berichte beschreiben einen Ansatz, der nicht als laute öffentliche Kampagne, sondern als Vorgehen im Hintergrund gedacht gewesen sei. Ziel sei es laut einer Passage, die dem damaligen Meta-Forschungschef Curtiss Cobb zugeschrieben wird, Akademiker dazu zu bringen, sich von Haidt zu distanzieren und ihn in den Medien unglaubwürdig erscheinen zu lassen.

The Verge berichtet von getrennten Überschriften für den 7. und 8. März 2023. Die Passage zu Cobbs zugeschriebenem Ziel stehe unter dem 8. März. Die Notizen enthielten Abkürzungen und Tippfehler und könnten erste Überlegungen statt eines ausgearbeiteten Plans festhalten. Haidts Buch The Anxious Generation erschien erst 2024.

Was Andrew Gelman zu „Gellman“ sagt

Die Notizen nennen „Gellman“, identifizieren die Person aber nicht als Andrew Gelman. Der Columbia-Professor sagt, Facebook oder Meta habe ihn nie wegen Haidt oder dessen Arbeit kontaktiert.

Zu früherer Forschungsförderung berichtet Gelman, Facebook habe ihm 2016 über die Columbia University eine zweckungebundene Spende von 25.000 US-Dollar für seine Forschung gegeben. 2020 habe Facebook außerdem ein Projekt eines Informatikdoktoranden gefördert. Gelman zufolge hatte keine der beiden Förderungen mit der Wirkung sozialer Medien auf die Gesundheit Jugendlicher zu tun.

Haidts Reaktion und die Kritik an seinen Thesen

Haidt sagte gegenüber The Verge, die Notizen überraschten ihn nicht; er deutete die darin beschriebene Diskussion als Versuch, ihn zu diskreditieren. Das ist seine Einschätzung. The Verge berichtet zugleich, dass Akademiker Haidts Schlussfolgerungen zur Wirkung sozialer Medien auf die psychische Gesundheit Jugendlicher kritisiert haben.