Am 3. Oktober endet die zweiwöchige Feldkampagne im spanischen Tabernas. Auf festem, aber unebenem Untergrund würde Charlie für einen Meter mehr als eine Stunde benötigen. Der sechsrädrige Rover ist ein Bodenprototyp, dessen Tests die geplante Mission ExoMars Rosalind Franklin vorbereiten sollen.

Der letzte Testtag in Tabernas

Die ESA hatte für den 1. Oktober einen Feldtesttag angekündigt; die breitere Kampagne dauert zwei Wochen und endet am 3. Oktober. Auf dem festen, unebenen Boden kommt Charlie nur sehr langsam voran. Die Beobachtung macht deutlich, wie anspruchsvoll die Navigation auf solchem Gelände ist.

Was die Kampagne in Almería erprobt

Charlie fährt über felsiges Gelände; Techniker arbeiten neben dem Rover und bedienen Laptops.

Die Teststrecke umfasst feinen Staub, Geröll und salzverkrusteten Boden. Charlie wird per Satellitenverbindung vom Rover Operations Control Centre in Turin aus ferngesteuert. Zugleich testet das Team autonome Navigation; vorgesehen sind außerdem simulierte wissenschaftliche Abläufe für Rosalind Franklin. Die sechs Räder des Prototyps können unabhängig voneinander arbeiten.

Hintergrund zum angekündigten Testtag am 1. Oktober und zur Fernsteuerung aus Turin bietet unser früherer Bericht zu Charlie.

Charlie ist nicht der Mars-Rover

Charlie ist ein Bodenprototyp und nicht der Rover, der zum Mars fliegen soll. Seine Tests sollen der geplanten ExoMars-Mission Rosalind Franklin zugutekommen. Airbus zufolge teilen sich beide Rover Räder, Mast und Basis.

Der Start von Rosalind Franklin ist für 2028 vorgesehen, die Ankunft auf dem Mars wird Anfang 2030 erwartet. Der Rover soll bis etwa zwei Meter tief bohren und Proben in einem Bordlabor analysieren.