Am 1. Oktober 2026 erprobte die Europäische Weltraumorganisation (ESA) im spanischen Tabernas bei Almería den sechsrädrigen Rover-Prototyp Charlie für die Mission ExoMars Rosalind Franklin. Vincent Schaeffer, Sprecher von Airbus Defence and Space und Leiter des Feldtests, sagte, nach neun Simulationstagen hätten die aus Turin übermittelten Pläne korrekt funktioniert. Charlie ist ein Prototyp, nicht der für den Marsflug vorgesehene Rover.

ESA erprobte Charlie in Tabernas

Die Aufnahmen zeigen Charlie, Ingenieure bei der Arbeit am Fahrzeug und den Rover auf steinigem Untergrund.

Charlie wurde für Tests von Technologien und Abläufen eingesetzt, die für ExoMars Rosalind Franklin relevant sind. Das Feldteam arbeitete am Fahrzeug und stellte es auf dem steinigen Gelände auf die Probe.

So lief die Fernsteuerung aus Turin

Die ESA plante, Charlie über eine Satellitenverbindung vom Rover Operations Control Centre (ROCC) in Turin aus zu betreiben. Zu den angekündigten Zielen gehörten Tests der autonomen Navigation und simulierte wissenschaftliche Abläufe für die Marsmission.

Bei der täglichen Planung gingen Informationen aus dem Feld nach Turin. Dort wertete das Team Bilder aus und legte die nächsten Schritte fest. Charlie setzte die Pläne anschließend autonom um, während Ingenieure vor Ort den Ablauf überwachten. Autonom bedeutet hier: Der Rover führte einen vorbereiteten Plan selbst aus, unter Aufsicht des Feldteams.

Schaeffers Einschätzung nach neun Simulationstagen

Vincent Schaeffer sagte, nach neun Tagen Simulation hätten die aus Turin gesendeten Pläne korrekt funktioniert. Das beschreibt seine Einschätzung des Planungsablaufs: Das Team übermittelte einen Plan, Charlie führte ihn vor Ort aus.

Charlie bereitete Abläufe für die Mission vor

Die ESA plant, dass Rosalind Franklin 2030 auf dem Mars ankommt. Die Mission soll dort nach Hinweisen auf früheres oder gegenwärtiges Leben suchen.